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3.4.2014 - Kinder, Jugend, Schulen

Drei Jahre Bildungspaket

Seit 1. April 2011 ist das sogenannte Bildungspaket gesetzlich verankert: Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen aus einkommensschwachen Familien soll damit der Zugang zu Bildung sowie sozialer und kultureller Teilhabe ermöglicht werden. Etwa 1,65 Millionen Euro stehen der Stadt Fürth jährlich zur Verfügung, um rund 4000 anspruchsberechtigten Mädchen und Jungen beispielsweise Schulausflüge, die Teilnahme an der schulischen Mittagsverpflegung oder die Mitgliedschaft in Turnvereinen zu finanzieren.

Bildungs- und Teilhabepaket

Armin Hofmann, Margit Glöckle und Daniela Hofmann von der Beratungsstelle Bildungs- und Teilhabepaket stellten gemeinsam mit Bürgermeister Markus Braun (v.li.) ihren neuen Standort im Sozialrathaus am Königplatz 2 vor. Foto: Gaßner

Drei Jahre nach Einführung des Bildungspakets zogen Bürgermeister und Schulreferent Markus Braun sowie Günther Meth, Geschäftsführer des Jobcenters Fürth-Stadt, nun eine erste Bilanz. Wichtigster Baustein in dieser Zeit: Die Umstellung auf das Gutscheinverfahren im Frühjahr 2012. Denn das Paket war „vom Gesetzgeber über Nacht und mit heißer Nadel gestrickt“ worden, so Braun im Rückblick. Die Folge: Ein enormer bürokratischer Aufwand, denn jede einzelne Leistung musste geprüft und bewilligt werden.

Nun geben die Eltern die Gutscheine in Form von Formularen in den Einrichtungen ab, die dann das Geld von der Stadt oder dem Jobcenter erhalten. Denn auch hier wartet Fürth mit einer Besonderheit auf: ALG-II-Empfänger stellen den Antrag beim Team Bildung und Teilhabe beim Jobcenter in der Kurgartenstraße 37. Für Bezieher städtischer Leistungen (Wohngeld, Grundsicherung, Kindergeldzuschlag und Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz) wurde eigens eine neue Beratungsstelle Bildungspaket geschaffen.

2013 haben rund zwei Drittel der Anspruchsberechtigten das Angebot genutzt. „Es hat sich herumgesprochen“, sagt der Bürgermeister, „auch, weil die Einrichtungen und die Politik sich große Mühe geben, die Leistung positiv zu besetzen, zu enttabuisieren.“ Das bestätigt auch Schulleiter Thomas Bauer von der Pestalozzi-Schule. In seiner Einrichtung ist neben dem Mittagessen und dem Zuschuss für Schulbedarf vor allem auch die Lernförderung eine beliebte Maßnahme. Hierfür wurde eigens eine Stelle geschaffen, die sich Petra Sinterhauf und Tanja Bogensperger-Ittner teilen und die Zusatzförderung mittlerweile an neun Schulen anbieten.

„Wir arbeiten in enger Verzahnung mit den Lehrern zusammen, die uns bestimmte Kinder für die Förderung empfehlen“, erklärt Sinterhauf die Vorgehensweise. In Gruppen von vier bis fünf Schülern werden dann gewisse Inhalte aus dem Unterricht geübt und vertieft, um das Klassenziel zu erreichen.

„Wir müssen alles dafür tun, dass junge Menschen den Abschluss erreichen“, sagt Meth und kann dies mit Zahlen verdeutlichen: Von den rund 6000 erwachsenen ALG-II-Empfängern in der Kleeblattstadt haben zwei Drittel keinen Berufsabschluss. Auch Braun betont, dass es gelte „den Kreislauf der Benachteiligung zu unterbrechen, damit Kinder und Jugendliche aus einkommensschwachen Familien nicht unter der sozialen Ausgrenzung leiden.“

Auch wenn es noch Verbesserungsbedarf gebe, so das Resumée der Beteiligten, leiste das Bildungspaket einen wichtigen Beitrag, um die Chancen benachteiligter Kinder und Jugendlichen zu verbessern.

Info: Geöffnet sind die Beratungsstelle Bildungspaket und das Team Bildung und Teilhabe im Jobcenter montags, dienstags, donnerstags und freitags von 8 bis 12 Uhr sowie Montagnachmittag von 14 bis 16.30 Uhr.

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