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17.9.2014 - Kinder, Jugend, Schulen

Erfolgreiches Jahr für "Ausbildung meistern"

„Macht die Ausbildung mehr Spaß, als die Schule?“ Der 17-jährige Marcus Ebertz muss nicht lange nachdenken. „Ja“, antwortet er mit einem Lächeln auf die Frage von Bürgermeister Markus Braun. Vor wenigen Wochen hat er bei Werner Hofmann, Inhaber einer Sanitär-, Heizungs- und Elektrofirma, seine Ausbildung begonnen und damit einen Weg eingeschlagen, den immer weniger Jugendliche gehen wollen. Eine Entwicklung, die Besorgnis erregt - Stichwort Fach- kräftemangel.

Konnten sich Unternehmen und Betriebe noch vor zehn Jahren nicht retten vor Bewerbungen auf Ausbildungsplätze, suchen sie laut Hofmann heute, unter anderem auch aufgrund des demografischen Wandels, händeringend nach geeignetem Nachwuchs.

 

Ausbildung meistern

Werner Hofmann (Mitte) mit seinem Lehrling Marcus Ebertz (li), den er im Rahmen des Projekts „Ausbildung meistern“, das das Bundesministerium für Bildung und Forschung über das Ausbildungsstrukturprogramm Jobstarter fördert, gefunden hat. Bürgermeister Markus Braun freut sich über die erfolgreiche Vermittlung. Foto: Wunder

Hilfe erhält der Sanitärfachmann an dieser Stelle in dem Projekt „Ausbildung meistern – Fürther Bündnis für Fachkräftesicherung“, das bereits seit knapp einem Jahr kleinen und mittleren Betrieben in der Kleeblattstadt in allen Fragen rund um die Berufsausbildung zur Seite steht.

Die Unterstützung, erklärt Veit Bronnenmeyer, Leiter des zuständigen Projektbüros für Schule und Bildung, „setzt sich dabei aus verschie- denen Bausteinen zusammen und reicht vom Ausbildungsmarketing über Bewerbungscoaching bis hin zur Ausbildungsbegleitung.“ Sein Kollege, Sozialpädagoge Andreas Berg, präzisiert: „Wir beraten, recherchieren, informieren, vernetzen und haben dabei die individuellen Anliegen sowie betrieblichen Bedarfslagen immer im Blick.“

Im Vordergrund stünde der Aufbau von Dienstleistungsstrukturen, die klein- und mittelständische Unternehmen im Wettbewerb um Nach- wuchskräfte stärken und eine unmittelbare Arbeitsmarktintegration von Jugendlichen fördern sollen.

Und weil sich das Projektbüro als Nahtstelle zwischen Schule und Beruf definiert, sind die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auch ganz nah mit Jugendlichen im Kontakt, kennen deren Sorgen und Bedenken.

Im konkreten Fall von Marcus Ebertz informierte Berg an der Fachoberschule über Berufe im Handwerk – und traf mit dem 17-Jährigen auf einen von der Schule frustrierten Jugendlichen. Für den jungen Mann tat sich mit dem Handwerk plötzlich eine Zukunftschance auf. Er absolvierte bei der Firma Hofmann seine Einstiegsqualifizierungsmaßnahme und wurde vom Firmeninhaber nach einem halben Jahr in die Ausbildung übernommen.

„Das Handwerk“, bedauert auch Braun, „wird in Schulen komplett vergessen und unterschätzt.“ Eine Ausbildung, ergänzt Bronnenmeyer, werde oft als Konkurrenz zu höheren Bildungsabschlüssen gesehen, „dabei sollten die beiden Alternativen doch als gleichberechtigt betrachtet werden“, findet er.

Nach erfolgreichem Beginn des Projekts „Ausbildung meistern“ wollen er und seine Kollegen nun verstärkt auf kleine und mittlere Firmen zugehen, um möglichst viele Brücken zwischen Betrieben und potenziellen Lehrlingen zu bauen.

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