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27.11.2014 - Soziales & Gesundheit

Inklusion wird an der „Pesta“ groß geschrieben

Die Pestalozzischule in Fürth, kurz „Pesta“ genannt, gehört zu den wenigen Bildungseinrichtungen in Bayern, die sowohl in der Grund- als auch – seit September - in der darauf aufbauenden Mittelschule das Profil Inklusion tragen dürfen.

Mit der Urkunde, die Schulleiter Thomas Bauer, Lebenshilfe-Mitarbeiter Karl Heinz Händel und Bürgermeister Markus Braun (v.li.) präsentieren, ist es amtlich: Die „Pesta“ trägt das Profil Inklusion nun sowohl für die Grund- als auch für die Mittelschule. Foto: Wunder

Mit der Urkunde, die Schulleiter Thomas Bauer, Lebenshilfe-Mitarbeiter Karl Heinz Händel und Bürgermeister Markus Braun (v.li.) präsentieren, ist es amtlich: Die „Pesta“ trägt das Profil Inklusion nun sowohl für die Grund- als auch für die Mittelschule. Foto: Wunder

„Mit dieser Auszeichnung wurden nun die Bemühungen und die in den vergangenen Jahren geleistete Arbeit gewürdigt, sowohl im Unterricht als auch in der Ganztagesschule Inklusion zu leben“, freut sich Bürgermeister Markus Braun. Mit zusätzlichen Förderstunden und einer engen Zusammenarbeit mit dem Förderzentrum Nord wird nunmehr in beiden Schularten das Diagnostizieren von Kindern mit Auffälligkeiten sowie das Erstellen entsprechender Förderpläne erleichtert, berichtet Thomas Bauer.

Grundgedanke an der „Pesta“ sei es, so der Schulleiter, für die Kinder und Jugendlichen eine Betreuungssituation am Nachmittag zu schaffen, die möglichst viele Kooperationen und Begegnungen von Förder- und Regelschülern ermöglicht - und so eine Verbindung und Ergänzung zu den Inklusionsprozessen im schulischen Unterricht herstellt.

Dieses Miteinander während eines gesamten Tages leben in diesem Schuljahr zwei Klassen besonders intensiv:
In der ersten Jahrgangsstufe wurde eine gebundene Ganztagsklasse eingerichtet, die zugleich mit der Partnerklasse der Clara und Dr. Isaak-Hallemann-Schule (Zentrum geistige Förderung) eng kooperiert. Hier verbringen Kinder mit und ohne Behinderung sowohl ihren Unterricht als auch ihre Freizeit gemeinsam.

In der fünften Jahrgangsstufe besuchen die Schüler aus einer Klasse gemeinsam das Angebot der offenen Ganztagsbetreuung. In vielen Unterrichtsbereichen wird auch hier eng mit einer Partnerklasse der Hallemann-Schule zusammen gearbeitet. Nach dem vormittäglichen Unterricht geht die Inklusion weiter: Neben dem Mittagessen wird dann auch gemeinsam Fußball oder Theater gespielt, geklettert oder gerudert. „Im Laufe der jahrelangen Zusammenarbeit und durch das Engagement und die kreativen Ideen aller Beteiligten wurde inzwischen ein abwechslungsreiches Netz gemeinsamer Aktivitäten gewoben“, bestätigt Karl Heinz Händel, Lebenshilfe-Mitarbeiter und für den Schuldienst an die „Pesta“ abgestellt.

Die Lebenshilfe Fürth hat sowohl das offene Ganztagsangebot im Mittelschulbereich als auch die Betreuung in der gebundenen Variante der ersten Jahrgangsstufe übernommen. „Wir sehen hier auch von Seiten der Menschen mit Behinderung die Chance, ein bereits angelegtes und von der gesamten Schulgemeinschaft getragenes integratives Erfolgsmodell mitzutragen und weiter mitzugestalten“, so Händel, der seine Nachfolgerin Lena Grünauer bereits einarbeitet. Auch Braun sieht hier das Geheimnis des Erfolgs: „Dieses Modell an der „Pesta“ funktioniert so gut, weil es nicht von oben verordnet wurde, sondern von unten gewachsen ist.“
 

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