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19.3.2015 - Kinder, Jugend, Schulen

Wenn die Chemie stimmt…

Welche Flüssigkeit ist zäher: Brennpaste, Motoröl, Seife oder Honig? Fünf Schülerinnen und Schüler der Chemie AG des Mittelschulverbundes Süd wagen sich an Vorschläge – mit fünf unterschiedlichen Ergebnissen. Wie also die richtige Lösung finden? Die beiden Lehrerinnen Katja König und Serena Petratschek haben dazu Versuchsstationen aufgebaut, an denen die Jugendlichen dies herausfinden können.

Seit drei Jahren leiten die Lehrerinnen Katja König (re.) und Serena Petratschek (2. v. li.)die Chemie AG des Mittelschulverbundes Süd und bringen ihren Schülerinnen und Schülern durch praxisnahe Versuche das schwierige Thema Chemie näher. Foto: Wunder

Seit drei Jahren leiten die Lehrerinnen Katja König (re.) und Serena Petratschek (2. v. li.)die Chemie AG des Mittelschulverbundes Süd und bringen ihren Schülerinnen und Schülern durch praxisnahe Versuche das schwierige Thema Chemie näher. Foto: Wunder

Mit Eifer machen sich die Mädchen und Jungen an die Arbeit. Sie tragen die für den Chemiker so typischen weißen Kittel, sind mit Brillen ausgestattet und mit höchster Konzentration dabei. Schütten die Flüssigkeiten unter anderem in einen Standzylinder und messen, wie lange eine Schrotkugel braucht, um am Boden anzukommen.

Einmal die Woche kommen die Schüler – bis auf einen Acht- lauter Neuntklässler –  seit drei Jahren am Nachmittag freiwillig zur sogenannten Chemie AG zusammen. Unterstützung gibt es dabei von der Firma Kurz. Das Fürther Unternehmen für Heißprägetechnologie stattet das Projekt der beiden Schulen regelmäßig mit Material aus.

An diesem Nachmittag ist Ausbildungsleiter Christian Scholl zusammen mit Azubi Maxim Kostrizki in die Schwabacher Schule gekommen, um die Mädchen und Jungen über den Beruf der Produktionsfachkraft Chemie zu informieren. Pro Lehrjahr bildet Kurz sechs bis acht junge Leute darin aus. Und sucht sich mögliche Bewerber auch ganz gezielt in Mittelschulen, wie Scholl erklärt.

Der Grund: „Die meisten bleiben uns nach dem Abschluss im Betrieb erhalten und gehen nicht etwa auf die Uni, wie viele Abiturienten.“ Allerdings, weiß er auch, „zerbröselt es viele Mittelschüler im Fach Chemie“, und daher sei die Chemie AG eine „super Geschichte“, bei der die Jugendlichen auf spielerische, leichte Art und Weise an das so ungeliebte Fach herangeführt werden. Fünf der Neuntklässler nutzten denn auch die Gelegenheit, und überreichten Scholl ihre Bewerbungsmappen.

 

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