3.8.2017 - Sport und Freizeit
Emotionale Einweihung

„Für mich ist es die schönste Tribüne der Welt, da habe ich mich festgelegt.“ Das waren Worte von Helmut Hack anlässlich der Feier zur Einweihung der neuen Haupttribüne im Sportpark Ronhof, Thomas Sommer. Sicher eine subjektive Sichtweise, aber verständlich angesichts seiner Bemühungen als Präsident der Spielvereinigung Greuther Fürth in den vergangenen 20 Jahren. Und auch angesichts der Tatsache, dass das neue Bauwerk den wesentlichen Bestandteil und Mittelpunkt eines 17 Millionen teuren Gesamtprojekts darstellt, das auch Maßnahmen zur Verbesserung der Sicherheit und der Infrastruktur beinhaltet und die Zukunftsfähigkeit des Stadions und des Vereins sichern soll.

Bei der Eröffnungsfeier überreichte Geschäftsführer Holger Schwiewagner (re.) Helmut Hack (4. v. li.) im Beisein dessen Familie eine Collage mit Ausschnitten aus seinem 20 Jahre langen Wirken als Präsident der Spielvereinigung Greuther Fürth. Foto: Mittelsdorf

Der einer der traditionsreichsten in Deutschland sei, wie der ebenfalls extra angereiste Präsident der Deutschen Fußballliga (DFL), Reinhard Rauball, betonte. Ein Verein, der drei Meistertitel errungen, eine im Fußballdeutschland einzigartige Fusion mit dem TSV Vestenbergsgreuth gewagt und als Zweiter der ewigen Zweitligatabelle eine bemerkenswerte Erfolgsgeschichte hingelegt habe. Das gleiche einem Wunder, wie Oberbürgermeister Thomas Jung hervorhob: „Viele Metropolen und Großstädte in Deutschland und Europa, die über deutlich mehr Finanzkraft verfügen und keine Mannschaft in der ersten oder zweiten Liga stellen, beneiden uns.“ Es sei der unermüdlichen Arbeit der Mannschaft um Helmut Hack zu verdanken, dass sich das Kleeblatt trotz wirtschaftlich schlechterer Voraussetzungen auf dem hart umkämpften Markt behaupten könne.

Mit der neuen Haupttribüne ist laut Jung ein weiterer wichtiger Schritt für eine positive Zukunft getan. Dabei handele es sich nicht um einen „lieblosen, teuren, mächtigen Zweckbau“, wie Hack formulierte. Sondern vielmehr um ein mit viel Herzblut eingerichtetes Gebäude, das die „große Geschichte unseres Vereins und den Willen, Zukunft zu gestalten“ vereint. Und tatsächlich sind historische Momente des Kleeblatts in den drei Stockwerken eindrucksvoll dargestellt. So hängen zum Beispiel die Trikots der Jahrhundert- oder die Schuhe der Aufstiegself von 2012 an den Wänden. Schaukästen erinnern an große Zeiten, als die Spielvereinigung den FC Barcelona besiegte und einen weltweit beachteten Spielstil zelebrierte. Im obersten, dritten Stock zeigt eine Ahnengalerie wichtige Persönlichkeiten der Vereinsgeschichte, darunter Edgar „Lohner“ Burkart, den 2011 verstorbenen, letzten Präsidenten der Spielvereinigung Fürth.

Es war ein emotionaler Abend, der aber auch eine Überraschung parat hatte. Denn Präsident Hack verkündete, dass darüber nachgedacht werde, die Haupttribüne nach der im nächsten Bauabschnitt vorgesehenen Erweiterung im Norden auch in Richtung Süden zu verlängern. Es wäre ein weiterer wichtiger Meilenstein für das laut Ligapräsident Rauball „zukunftsfähige Stadion“ und stelle sicher, dass das Kleeblatt weiterhin „an dem Ort spielt, an dem alles begann“.

Copyright: © Stadt Fürth 2022
morelink: https://www.fuerth.de/desktopdefault.aspx/tabid-1159/2003_read-26694/