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16.4.2019 - Soziales & Gesundheit

Klinikum wird fit gemacht für die Zukunft

25 Jahre öffentlicher Dienst – dafür gibt es eine Urkunde und etliche Geschenke für Peter Krappmann, der seit 2001 als Vorstand an der Spitze des Klinikums Fürth steht. Und auch wenn er zunächst seinen Blick auf die vergangenen Berufsjahre richtet, wird eines deutlich: Der Klinikchef schaut immer nach vorn, hat die Zukunftssicherung des Krankenhauses stets im Visier. Das schlägt sich besonders im großangelegten Strategiekonzept „Klinikum 2030“ nieder.

OB Thomas Jung gratulierte Klinik-Vorstand Peter Krappmann (re.) zum Dienstjubiläum und würdigte gleichzeitig dessen Arbeit für die stete Fortentwicklung des Klinikums. Foto: Ebersberger

Dennoch: Die ersten Grundlagen für das 150-Millionen-Euro-Projekt hat der Jubilar schon in der Vergangenheit gelegt. Ein neues Schul- und Verwaltungsgebäude, die Zentrale Notaufnahme, eine neue Großküche, die Erneuerung der Frauenklinik, eine Palliativstation oder auch das Parkhaus – das Klinikum habe unter Krappmann eine „stürmische Entwicklung“ erlebt, würdigte Oberbürgermeister Thomas Jung dessen bisheriges Wirken.

Dabei hatte er vor allem in seinen Anfangsjahren mit einer nicht immer rosigen Finanzsituation zu kämpfen, im Jahr 2004 fürchteten einige gar um den Fortbestand des Klinikums. Gemeinsam mit dem Klinik-Personalrat, der Stadt und der Gewerkschaft ver.di wurde der „Zukunftssicherungsvertrag“ ausgearbeitet. Die Beschäftigten verzichteten über Jahre hinweg auf drei Prozent ihres Gehaltes. „Das war schon eine tolle Geschichte“, erinnert sich Krappmann, der eine oftmals propagierte Privatisierung des Krankenhauses stets vehement ablehnte und dies heute noch tut.

Gemeinsam will man jetzt die „Riesenherausforderung“ der Sanierung und Neuausrichtung angehen. Mit den in mehreren Abschnitten unterteilten Baumaßnahmen soll langfristig die Bettenkapazität von 800 auf 1000 erhöht werden. Los geht es 2020 auf dem ehemaligen Helikopterlandeplatz, wo ein Neubau mit elf hochmodernen Operationssälen, einer Intensivabteilung und zwei „Normalstationen“ entstehen soll. Parallel dazu wird das Parkhaus um 100 Plätze erweitert.

Im Anschluss daran, soll das aus den 70er Jahren stammende Wirtschaftsgebäude abgerissen und durch ein Haus mit zirka 170 Betten ersetzt werden. Der weitere Plan sieht einen zusätzlichen Neubau sowie die Erweiterung des bestehenden Funktionsgebäudes (Urologie, Radiologie, Diagnostik, Zentrale Notaufnahme) hinter dem neuen OP-Komplex vor. Die Pläne für den ersten Abschnitt liegen bereits bei der mittelfränkischen Regierung, noch in diesem Jahr erwartet Peter Krappmann „grünes Licht“.

Eine wahre Mammutaufgabe, auch finanziell. Doch auch wenn das Klinikum derzeit ein Defizit verzeichnet, stehen für Krappmann und Jung die Zukunfts- und Konkurrenzfähigkeit der Gesundheitseinrichtung an erster Stelle. Man müsse Kosten einsparen, aber „nur dort, wo es die Patienten nicht spüren“, stellt Peter Krappmann klar.

Knapp 97 Millionen Euro Fördermittel hat der Freistaat Bayern zugesagt und auch die Stadt, so OB Jung, werde dem Krankenhaus eine „zweistellige Millionensumme zur Verfügung stellen“. Das Fürther Stadtoberhaupt fände es zudem „nur fair, wenn auch der Landkreis seinen Beitrag leisten würde“. Immerhin kommt von dort eine nicht geringe Patientenzahl.

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