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17.4.2019 -

Mit "Leo to go" die eigenen Stärken entdecken

Mit Feuereifer verfolgen die Mädchen und Jungen aus zwei Deutschklassen der Grundschule Frauenstraße die Abenteuer, die Max und Moritz als Holzpuppen auf der Bühne in der ELAN-Halle bestehen. Wie viel Arbeit, Herzblut und Zeit im selbstgebauten Bühnenbild und den handgemachten Marionetten stecken, ahnen die Kleinen freilich nicht. Als sich die Verantwortlichen nach der Vorstellung auf der Bühne ihren verdienten Applaus abholen, sieht man allenthalben nur lachende und glückliche Gesichter. 

Mit viel Fleiß und Herzblut haben die Teilnehmenden des Projektes "Leo to go" im vergangenen Jahr Puppen und Kulisse für das Stück "Max und Moritz" angefertigt und zeigen es in Kindertageseinrichtungen und Schulen.
Foto: Birner

Ermöglicht hat diese Situation das Projekt "Leo to go", das die ELAN GmbH in Kooperation mit der Kirchlichen Beschäftigungsinitiative (KBI) Fürth durchführt und das vom Jobcenter der Stadt Fürth gefördert wird.

Ein Jahr lang arbeiten hierbei insgesamt zwölf Teilnehmende, die langzeitarbeitslos sind, 20 Stunden in der Woche an der Entwicklung und Umsetzung von Theaterstücken, die sie dann in Kindergärten oder Schulen, auf Sommerfesten oder in der Ferienbetreuung zeigen. Sie erstellen das Drehbuch, fertigen die Marionetten, eine mobile Bühne und alle Requisiten in einer Werkstatt in der Maxstraße an. Die positiven Effekte: Die Teilnehmenden haben einen strukturierten Tagesablauf, lernen gemeinsam eigenverantwortlich zu arbeiten, entdecken eigene Fähigkeiten und stärken so ihr Selbstwertgefühl. 

Der Erfolg ist auch in Zahlen belegbar: 2018 fanden von zwölf Teilnehmern sechs einen Job, drei davon sogar auf dem normalen Arbeitsmarkt, wie Eva Haas von der KBI berichtet. Das Geheimnis des Erfolgs? Die Freiwilligkeit. Elan-Geschäftsführer Uwe Bühling: "Keiner wird gezwungen, daran teilzunehmen, jeder kann zwei Tage hineinschnuppern und sich dann entscheiden." Dann jedoch, ergänzt er, seien die Rahmenbedingungen wie bei einer normalen Beschäftigung. Sprich: Die Teilnehmer müssen pünktlich sein, sich bei Nichterscheinen entschuldigen und bei Krankheit ein Attest vorlegen. "Diese sogenannten weichen Faktoren sind wichtig für eine Anstellung", sagt Bühling.

Kein Wunder, dass auch Bürgermeister Markus Braun von einer "tollen Erfolgsgeschichte" spricht und Jobcenter-Leiterin Carola Pfaffinger immer wieder einen Weg zur Finanzierung des Projekts findet: "Es ist wichtig, den Menschen, die der Arbeitsmarkt nicht aufnimmt, die aber trotzdem etwas schaffen wollen, ein Angebot zu machen."

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