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15.3.2019 - Soziales & Gesundheit

Orientierung mit einem Handgriff

Er lässt sich mit einer Hand auffalten und halten, ist etwa eineinhalb Mal größer als ein herkömmlicher und durch stärkere Kontraste auch für Sehbehinderte leichter zu lesen: der neue Stadtplan speziell für Seniorinnen und Senioren sowie Menschen mit Behinderung. Entstanden ist das Druckwerk in einem Gemeinschaftsprojekt. Die Fürther Fachstelle für Seniorinnen und Senioren und die Belange von Menschen mit Behinderung, kurz fübs, Behinderten- und Seniorenrat sowie das Stadtplanungsamt und die Stadtgrafik haben die Orientierungshilfe mit viel Herzblut und Bedacht entwickelt. 

Großdruck, gute Kontraste, einfache Handhabung: Hans Ammon (Behindertenrat), Inge Hartosch (Seniorenrat), Siegfried Reimann (Behindertenrat), Christiane Schmidt, Carmen Kirchner, OB Thomas Jung und Sozialamtsleiterin Michaela Vogelreuther (v. re.) präsentieren den neuen Stadtplan für Senioren und Menschen mit Behinderung. Foto: Wunder

Ausgangspunkt war der Seniorenstadtplan aus dem Jahr 2008, der schon lange vergriffen war und nun neu aufgelegt und um die Zielgruppe der gehandicapten Menschen erweitert wurde. 

Der Neue kommt in einer regenfesten Verpackung daher, enthält eine übersichtliche Faltkarte sowie ein Begleitheft mit großem Informationsteil. Mit verschiedenen Symbolen sind Einrichtungen und Anlaufstellen gekennzeichnet, die für die Zielgruppen wichtig sind. Sie sind im Begleitheft aufgelistet, ebenso wie die Fürther Straßen und ein Plan der Innenstadt. Markiert sind etwa auch barrierefreie oder -arme Zugänge, und jene, die man mit Hilfestellung überwinden kann.  

"Es war gar nicht so einfach herauszufinden, wer was braucht", sagte die städtische Beauftragte für Menschen mit Behinderung, Carmen Kirchner, bei der offiziellen Vorstellung. Lange getüftelt und probiert habe der Behindertenrat auch gemeinsam mit der Stadtgrafikerin an einer speziellen Falttechnik, die das Auf- und Zuklappen nur mit einer Hand oder bei eingeschränkter Motorik ermöglicht. Außerdem hat sich das Gremium dafür engagiert, dass Filtral, eine Tochterfirma von uvex, über 2000 Leselupen im praktischen Scheckkartenformat gespendet hat. Sie werden mit dem Plan an Sehbehinderte ausgegeben.

Wie groß die Zielgruppe in der Kleeblattstadt ist, verdeutlichte Seniorenbeauftragte Christiane Schmidt anhand von Zahlen: Derzeit leben knapp 23 500 Frauen und Männer über 65 Jahre (18,3 Prozent der Gesamtbevölkerung) sowie 18 500 Menschen mit Behinderung (15 Prozent) in Fürth – "beide Gruppen überschneiden sich natürlich teilweise", so Schmidt ergänzend, "wachsen aber kontinuierlich." 

Angesichts dieser Entwicklung sieht auch Oberbürgermeister Thomas Jung eine der großen Herausforderungen der nächsten Jahre darin, "vor allem seniorengerechten Wohnraum zu schaffen, um ein möglichst langes selbstbestimmtes Leben führen zu können." Er lobte zudem die zahlreichen Projekte und Angebote, die es bereits gebe: beispielsweise das Gesundheitsprojekt "Fürth bewegt" oder das vielfältige Veranstaltungsprogramm speziell für die ältere Generation, aber auch die vielen Anlaufstellen und Einrichtungen. Sie alle sind mit dem neuen Stadtplan leicht zu finden. 

Der kostenlose Stadtplan liegt unter anderem in der fübs, bei der Tourist-Info, der Sparkasse sowie beim Senioren- und Behindertenrat aus.

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