24.5.2006 - Soziales & Gesundheit
Strahlentherapie modernisiert

Klinikum und Patienten haben Grund zur Freude: Vor wenigen Tagen eröffneten Peter Krappmann, Vorstand des Klinikums, und Dr. Roland Guttenberger, Leiter der strahlentherapeutischen Praxis, zusammen mit Oberbürgermeister Dr. Thomas Jung den Erweiterungsbau der Strahlentherapie, die es bereits seit sechs Jahren am Klinikum gibt. In seiner Eröffnungsrede betonte Krappmann die enorme Strukturverbesserung, die sich aus dem Ausbau für die Mitarbeiterinnen und vor allem für die Patienten ergibt: Sowohl ein neues Wartezimmer und ein neuer Warteraum für bettlägerige Patienten als auch helle, freundliche Arzt- und Behandlungszimmer sollen den Patienten und dem Personal die täglichen Bestrahlungen angenehmer gestalten. Auch lange Wartezeiten und Termine kurz vor Mitternacht gehören ab sofort der Vergangenheit an: Die strahlentherapeutische Praxis verfügt nunmehr über ein zweites hochmodernes Bestrahlungsgerät. Ganz besonders lobte der Klinikvorstand das Engagement und den Mut Dr. Guttenbergers, ohne dessen Initiative der Praxisausbau und insbesondere die Anschaffung des zweiten Linearbeschleunigers nicht möglich gewesen wären.

Der Leiter der strahlen-therapeutischen Praxis Dr. Roland Guttenberger und sein Mitarbeiterinnenteam freuen sich über die verbesserten Rahmenbedingungen.

Foto: Mittelsdorf

Nachdem die Regierung keine Mittel für die Erweiterung bewilligte, hat der Arzt die Investition von rund 1,5 Millionen Euro für das Bestrahlungsgerät selbst getätigt. Während Dr. Guttenberger als Eigentümer die Kosten für die Ausstattung der Praxis trägt, zahlt das Klinikum, dem Grund und Gebäude gehören, die Kosten von einer Million Euro, die durch den Erweiterungsbau entstanden sind. Auch die Fördergesellschaft des Klinikums, insbesondere Professor Otmar Stadelmann, hat das Projekt nicht nur finanziell gefördert.

Dr. Guttenberger selbst beurteilte die Investition in die Praxiserweiterung als durchaus effiziente und gute Geldanlage. Er unterstrich die hohe Qualität der Strahlentherapie am Klinikum, die nicht zuletzt der guten und engen Zusammenarbeit zwischen den Abteilungen im Klinikum zu verdanken sei.

Oberbürgermeister Dr. Thomas Jung zeigte sich erfreut über das Engagement von Dr. Guttenberger und die gute Zusammenarbeit zwischen privater und öffentlicher Hand. Noch einmal betonte der OB in diesem Zusammenhang, dass die Stadt großen Wert darauf legt, dass das Krankenhaus als kommunaler Eigenbetrieb erhalten bleibt. Die vielen weiteren Investitionen, die bereits getätigt wurden oder werden, wie der Bau der neuen Kinderklinik (2004), der Schul- und Verwaltungsneubau (Eröffnung geplant für Ende 2006) sowie die Erneuerung der Räumlichkeiten für Desinfektion und Sterilisation (im Bau), tragen dazu bei, dass das Fürther Klinikum lokal und überregional ein hohes Ansehen genießt. Das beweist auch eine kürzlich durchgeführte Umfrage: 87 Prozent der befragten Fürtherinnen und Fürther und mehr als 40 Prozent der Landkreisbevölkerung gaben an, dem Klinikum zu vertrauen. Und auch für die Zukunft, so OB Dr. Jung, sind weitere Sanierungs- und Erweiterungsarbeiten geplant, wie zum Beispiel die Renovierung der Wöchnerinnen-Station und eine neue Frauenklinik, die die Lücke zwischen dem Verwaltungsneubau und der Kinderklinik schließen soll.

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