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20.6.2008 - Soziales & Gesundheit

„Fürther Tafel hilft würdevoll und effektiv“

Eigentlich sind die Zahlen, die Oberbürgermeister Thomas Jung bei einem Besuch der Fürther Tafel präsentiert, ein Grund zur Freude: Binnen eines Jahres sind in Fürth 1000 sozialversicherungspflichtige Jobs entstanden, die Zahl der Bezieher von Arbeitslosengeld (Alg) II ist um 20 Prozent und die Zahl der arbeitslosen Jugendlichen unter 25 Jahren gar um 34 Prozent zurückgegangen. Doch gleichzeitig ist die Zahl der Bedarfsgemeinschaften um nicht einmal 3 Prozent gesunken. „Das heißt, dass „6 von 7 Personen, die eine neue Arbeit gefunden haben, nicht von dem Lohn alleine überleben können – und auf Hilfe von außen angewiesen sind“, so das Stadtoberhaupt. „Für mich stellt sich da klar die Forderung nach einem Mindestlohn, wenn immer mehr Menschen von ihrer Arbeit nicht leben können.“

Für einen Euro geben Ehrenamtliche wie Marianne Roth Milchprodukte, frisches Gemüse, Obst und andere einwandfreie Lebensmittel in die Tüten der Tafel-Kunden.

Foto: Beres

Diese so genannten „Aufstocker“ erhalten ergänzende Leistungen von der Stadt Fürth und haben wie Rentner, die Grundsicherung bekommen, Anspruch auf einen Einkaufsausweis bei der Fürther Tafel. Insgesamt 2000 hat der Verein ausgegeben und versorgt rund 6000 Personen, davon allein ein Drittel Kinder, mit gespendeten Lebensmitteln, wie Vorsitzende Traudel Cieplik berichtet. Und der Bedarf werde immer größer: „Binnen eines Jahres haben wir 465 neue Ausweise ausgegeben.“ Die Kundschaft, so fällt ihr auf, werde immer jünger; andere lebten schon seit langem nur mit dem nötigsten, kämen aber erst dann, wenn die Schmerzgrenze erreicht ist. „Dabei muss sich niemand schämen, wenn er bei uns einkauft“, sagt Cieplik.

Für einen Euro – Großfamilien zahlen drei Euro – machen die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer die mitgebrachten Tüten und Einkaufswägelchen voll. Dafür gibt es unter anderem Brot, Gemüse, Obst, Milchprodukte und Wurstwaren – alles einwandfreie Waren. Dank des neuen Tiefkühlhauses und eines weiteren Kühlhauses können noch mehr Waren angenommen und verteilt werden. „Vor allem Gemüse und Milchprodukte könnten wir noch gebrauchen“, wirbt die Vorsitzende um weitere Sachspenden.

Der Oberbürgermeister sparte nicht mit Lob und Komplimenten für die engagierte Arbeit aller Ehrenamtlichen: „Ich bin begeistert, wie professionell Sie hier arbeiten, wie freundlich die Mitarbeiterinnen sind und wie ansprechend die Waren präsentiert werden.“ Die Tafel sei eine bemerkenswerte Einrichtung, die wertvolle und effektive Arbeit leiste und Armut auf würdevolle Weise bekämpfe. Deshalb sei er sehr froh gewesen, dass der Stadtrat den jährlichen Zuschuss auf 14 000 Euro erhöht habe. Neu ist auch, dass bedürftige Schulanfänger seit einem Jahr einen Gutschein über 50 Euro für die Ausstattung erhalten. 15 000 Euro investiert die Stadt hierfür. Rund 200 000 Euro lässt sie es sich kosten, Schülerinnen und Schüler aus sozial schwachen Familien in Horten und Ganztagesschulen mit einem kostenlosen Mittagessen zu versorgen – beides freiwillige Leistungen, die wie die Fürther Tafel dazu beiträgt, dass ärmere Menschen würdevoller leben können.

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