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1.2.2008 - Soziales & Gesundheit

Ausweg aus der seelischen Not

Im vergangenen Herbst hat die Tagesklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie am Klinikum Fürth ihre Pforten geöffnet. Nach Erlangen, Nürnberg und Ansbach ist sie die vierte Tagesklinik in der Region. Und bereits jetzt ist die Einrichtung an ihre Kapazitätsgrenze gestoßen: Zehn Kinder besuchen derzeit die Klinik, die eigentlich auf acht Plätze ausgelegt ist. Und eine Warteliste gibt es auch schon.

Die Tagesklinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie stellt sich vor: Mit einem Lied unterhalten das Mitarbeiter-Team und die kleinen Patienten die Gäste.

Foto: Feistle

Psychische und psychosoziale Störungen, Verhaltensauffälligkeiten, Angst- und Suchtstörungen gehören zum Behandlungsspektrum. Großen Wert will man auf Früherkennung und -behandlung legen, damit sich aggressive Persönlichkeiten gar nicht erst entwickeln. „Jugendliche, die in fünf oder sechs Jahren in U-Bahnen vielleicht gewalttätig werden, gibt es jetzt schon. Und sie sind bereits heute auffällig“, erläutert der Leitende Oberarzt Dr. Oliver Kratz. Durch die ganzheitliche Betreuung, die sie in der Tagesklinik erfahren, sollen Gewaltdelikte zumindest bei diesen Jugendlichen vermieden werden. Neben der medizinischen Fachversorgung kommt auch die verhaltenstherapeutische Seite nicht zu kurz.

Unter der Woche sind die jungen Patienten von 8 bis 16.30 Uhr in der Tagesklinik, wo sie auch unterrichtet werden. Den Abend und die Wochenenden verbringen sie in ihrer gewohnten Umgebung bei ihrer Familie und können dort Verhaltensänderungen und neu erlernte Fähigkeiten gleich einüben. Individuelle Auch Sport und Spiel stehen fest auf dem Stundenplan, zu dem auch Aufmerksamkeitstraining, Entspannungsverfahren oder soziales Kompetenztraining gehören.

Die Kosten für den laufenden Betrieb der Tagesklinik sind zwar gesichert. Doch für die Renovierung und Ausstattung der Räume hofft das Klinikum Fürth, die die Ausgaben vorfinanziert hat, auf Spenden. Einen Anfang macht der Förderverein der Kinderklinik, deren Vorsitzende Gisela König 50 000 Euro übergab. Einen weiteren fünfstelligen Betrag erhoffen sich die Verantwortlichen vom Erlös des Frühlingsballs, den neun mittelfränkische Wohltätigkeitsorganisationen am 5. April in der Fürther Stadthalle veranstalten.

Die Tagesklinik ist eingebettet in die bestehende Struktur der Fürther Klinik für Kinder und Jugendliche. Die fachliche Leitung obliegt der Kinder- und Jugendabteilung für Psychische Gesundheit am Universitätsklinikum Erlangen. Durch die enge Kooperation profitieren Stadt und Klinikum Fürth vom medizinischen Know-how des benachbarten Universitätsklinikums.

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