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16.3.2009 - Kinder, Jugend, Schulen

HBS verdient mehr Aufmerksamkeit

Wenn Eltern in den vierten Grundschulklassen die schulische Zukunft ihrer Kinder planen, wird meistens über Haupt- oder Realschule und Gymnasium diskutiert. Dabei gibt es neben diesen drei klassischen Richtungen auch noch die Wirtschaftsschule, die aber in der öffentlichen Wahrnehmung eine eher untergeordnete Rolle spielt. Selbst das Kultusministerium zeigt an dieser Schulart eher wenig Interesse.

Praxisnaher Unterricht in der Übungsfirma der HBS vermittelt wichtige Einblicke in das spätere Berufsleben.

Foto: Kramer

„Völlig zu Unrecht“, wie dieser Tage Thomas Bedall, Rektor der Hans-Böckler-Schule (HBS) und damit der städtischen Real- und Wirtschaftsschule, bei einem Pressegespräch zu diesem Thema konstatierte. Zusammen mit seinen Kollegen aus Erlangen, Nürnberg und Schwabach, Bürgermeister und Schulreferent Markus Braun sowie namhaften Vertretern aus der Wirtschaft, brach Bedall eine Lanze für diesen Weg schulischer Ausbildung.

Denn der Erfolg kann sich sehen lassen: So schaffen weit über 90 Prozent der Absolventen an den bayerischen Wirtschaftsschulen den Sprung in eine Ausbildung, die sie wiederum fast zu 100 Prozent auch abschließen. Diese Zahlen bestätigten auch die Repräsentanten der Unternehmen, die der Einladung Bedalls gefolgt waren. So berichtete beispielsweise Nicole Grill von UVEX, dass ein Viertel der Azubis in dem Fürther Unternehmen aus der Wirtschaftsschule komme und zum Teil beeindruckende Karrieren machen würden.

Ein großer Pluspunkt des Unterrichts an einer Wirtschaftsschule ist die Praxisnähe. So lernen die Mädchen und Jungen in einer Übungsfirma, was später im Beruf tatsächlich verlangt wird. Selbstständigkeit, Eigenverantwortlichkeit und Teamfähigkeit werden trainiert und verschaffen den späteren Auszubildenden enorme Vorteile.

Einig waren sich die Teilnehmer des Pressegesprächs auch darüber, dass neben mehr Wertschätzung für die Wirtschaftsschule als gleichberechtigte „vierte Säule“ des bayerischen Schulsystems auch der Zeitpunkt des Eintritts früher als bisher möglich sein müsste. Minimalforderung ist der Beginn ab der sechsten Klasse (derzeit ab Klasse sieben); noch besser im Sinne der Schülerinnen und Schüler wäre ohnehin eine längere gemeinsame Schulzeit für alle Kinder inklusive der sechsten Klasse, denn dann könnten Eltern, Lehrer und Schüler gemeinsam die beste Schulart auswählen. Und zwar einschließlich Wirtschaftsschule.

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