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7.7.2009 - Soziales & Gesundheit

Mehr Zeit für Betreuung

Offiziell heißen sie „Betreuungskräfte nach Paragraph 87 b SGB XI“. Hinter der sperrigen Bezeichnung steckt ein neues Berufsfeld, das es seit Juli vergangenen Jahres gibt. Die Betreuungsassistenten, wie sie etwas griffiger in Fachkreisen genannt werden, finden bei der Betreuung von Demenzkranken ihr Betätigungsfeld. In einem 240 Stunden umfassenden Kurs lernen sie alles über dieses Krankheitsbild. Dazu kommen mehrere Praktika in Senioreneinrichtungen. Vorkenntnisse sind keine nötig – „außer, dass man gerne mit alten Menschen umgeht und geduldig ist“, wie Udo Weißfloch, Heimleiter des Fritz-Rupprecht-Heims und des Wohnstifts Käthe-Loewenthal, erklärt.

Die Betreuungsassistentinnen Ute Fleischmann (2. v.li.) und Jutta Wölfer (3.v.li.) nehmen sich die Zeit, um dementen Bewohnerinnen am Nachmittag vorzulesen.

Foto: Bidner-Wunder

Seit Juni hat er in seinen beiden Burgfarrnbacher Einrichtungen insgesamt sechs Betreuungsassistentinnen eingestellt, die sich vier Vollzeitstellen teilen. Die Finanzierung erfolgt über die Krankenkassen, die einen bestimmten Satz pro Tag bezahlen für Patienten, bei denen Demenz diagnostiziert wurde. „Das ist zusätzliches Personal, das nicht für die Pflege, sondern nur für Einzel- und Gruppenbetreuung eingesetzt wird“, betont Weißfloch.

Was das konkret bedeutet, zeigen Ute Fleischmann (39) und Jutta Wölfer (46). Sie lesen gerade einer Gruppe von Frauen vor – mit Engelsgeduld und einem Lächeln auf den Lippen. Liebevoll wird auch ab und zu eine Hand gestreichelt. Die alten Damen danken es mit einem glücklichen Gesicht. „Die Arbeit ist sehr erfüllend, ich habe das Gefühl etwas Sinnvolles zu tun, den Alltag der alten Menschen zu durchbrechen“, erklärt Ute Fleischmann ihre Motivation. „Man muss vor allem Mensch sein“, nennt sie als wichtige Voraussetzung, „die Fachlichkeit kann nachgeschult werden.“

Ihre Kollegin Jutta Wölfer hat durch die Ausbildung zur Betreuungsassistentin wieder Fuß im Berufsleben fassen können, nachdem sie jahrelang für ihren geistig behinderten Sohn da war. „Ich kann gut mit alten Leuten umgehen, und so habe ich die Chance ergriffen, sagt sie. „Es war das Beste, was ich machen konnte“.

Gerne bietet Heimleiter Udo Weißfloch Praktikumsplätze für Betreuungsassistenten in Ausbildung an. Informationen unter Kontakt im rechten Bereich dieser Seite.

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