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16.3.2009 - Kinder, Jugend, Schulen

Rundes Jubiläum

Dieser Tage feierte die Hans-Böckler Schule (HBS) ihren 100. Geburtstag. Und dass dieses Jubiläum gebührend begangen wird, hat sich die einzige städtische Bildungseinrichtung redlich verdient, denn heute gilt die HBS als echte Vorzeigeschule, die sich mit zahlreichen Auszeichnungen schmücken darf.

Mit vollem Körpereinsatz für den guten Zweck beim ersten Sponsorenlauf im April 2008.

Foto: HBS

Mit zwei Mädchenkursen hat die Erfolgsgeschichte der HBS begonnen. Als die Stadt im März 1906 beschlossen hatte, eine Handelsschule für junge Frauen zu errichten, entschied man aus Kostengründen, die neue Städtische Handelsschule der Höheren Mädchenschule anzuschließen. 83 Schülerinnen zählten die ersten beiden Kurse, die mit im Neubau in der Tannenstraße untergebracht waren. Zwei Jahre später waren es bereits 137 Mädchen und die Zahl stieg kontinuierlich weiter. Schon damals zeigte sich das Problem, das die heutige HBS jahrzehntelang verfolgen sollte: fehlende Räumlichkeiten für die stetig wachsende Zahl der Schülerinnen und der Schüler, die ab 1921 Zugang zur Handelsschule erhielten.

Lehrerknappheit und zu wenig Unterrichtsräume während der beiden Weltkriege führten immer wieder dazu, dass die Zahl der Klassen eingeschränkt werden musste. Auch nach 1945 wurde wegen der Räume improvisiert, bis die Stadt schließlich Mitte der 1960er Jahre einen neuen Kurs einschlug: Die Handelsschule und das Mädchen Realgymnasium wurden räumlich, personell und verwaltungstechnisch getrennt, statt dessen erfolgte der Zusammenschluss mit der neugegründeten städtischen Mittelschule zur „Städtischen Real- und Handelsschule Fürth“. Doch das Thema Zimmerknappheit blieb erhalten. Das frühere Nathanstift am Tannenplatz wurde zwar zum neuen Zuhause umfunktioniert, dennoch mussten einige Klassen in sieben verschiedenen Häusern untergebracht werden. 1971 konnte schließlich der Neubau am Tannenplatz und der Umbau des Nathanstiftes gefeiert werden, und mit der Umbenennung in „Hans-Böckler-Schule – Städtische Real- und Wirtschaftsschule“ ein Jahr später erhielt die Bildungseinrichtung ihren heutigen Namen.

Das Angebot wurde Ende der 70er Jahre noch durch die Berufsfachschule für Wirtschaft mit integrierter Berufaufbauschule erweitert. 1986 folgte die „Berufsfachschule für kaufmännische Assistenten“ als Ergänzung. Die Bildungseinrichtung gewann in den Folgejahren immer mehr an Profil und überzeugte vor allem durch den praxisnahen Unterricht in allen Schulzweigen. Das Lehrerkollegium und die Schulleitung verfolgt darüber hinaus eine engagierte Schulpolitik, die auch außerhalb der Stadt mit zahlreichen Preisen Anerkennung fand. Dabei wurde und wird den Schülerinnen und Schülern neben praktischem Know-how auch soziale Kompetenz vermittelt, wodurch die Absolventen bestens gerüstet sind, um auf den Arbeitsmarkt zu überzeugen.

1181 Buben und Mädchen werden derzeit in 41 Klassen unterrichtet. 724 von ihnen besuchen die Real-, 457 die Wirtschaftsschule. Aber das sind in erster Linie Zahlen für die Statistik, die nur wenig über die erfolgreiche Entwicklung der HBS in den vergangenen Jahren aussagen. Mit dem Umzug in die Fronmüllerschule und der Neubesetzung der Schulleiterstelle mit Thomas Bedall setzte die HBS ein klares Zeichen: Neustart auf der ganzen Linie. Und das mit Erfolg, denn heute überzeugen die Absolventen auf dem Arbeitsmarkt mit ihrer praxisnahen Ausbildung und nicht zuletzt auch durch ihre fachliche und menschliche Qualifikation.

In zwei verschiedenen Schularten werden die Kinder und Jugendlichen zu einem mittleren Bildungsabschluss geführt. Die Abschlusszeugnisse der Real- und der Wirtschaftsschule bedeuten eine hohe Qualifikation für den Einstieg in gehobene Berufslaufbahnen und eine gute Grundlage für die Weiterbildung. Besonderheit der Wirtschaftsschule ist, dass neben der theoretischen Bildung in besonderem Maße auch die praktische Anwendung der wirtschaftlichen Kenntnisse im Vordergrund steht. So lernen die Schülerinnen und Schüler in eigenen Übungsfirmen die anfallenden Arbeiten in einem kaufmännischen Unternehmen weitgehend selbstständig zu bearbeiten.

Für beide Zweige steht ein umfangreiches Angebot an Projekten und Wahlfächern zur Auswahl, das neben der fundierten Ausbildung eine Vielzahl an weiteren Schlüsselqualifikationen garantiert. Das Erfolgsrezept der HBS lautet: offen für neue Ideen, aber auch bemüht, Bewährtes zu erhalten.

Diese erfolgreiche Entwicklung findet auch von außen Anerkennung: So belegte die HBS 2004 als erste Wirtschaftsschule beim Wettbewerb „Innere Schulentwicklung Innovationspreis“ im Bereich Berufliche Schulen den zweiten Platz. 2007 errang sie den Wirtschaftsschulpreis der Landeselternvereinigungen. Beide Auszeichnungen honorieren die gelungene Mischung an Projektarbeit und außerschulischen Aktivitäten wie zum Beispiel das Coolrider-Engagement, die neben dem regulären Stundenplan auf dem Programm stehen.

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