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30.1.2024 - Kunst & Kultur

Ein dunkles Kapitel in der Stadtgeschichte

Trotz der bereits verfügbaren lokalgeschichtlichen Literatur gibt es auch in der Kleeblattstadt erhebliche Forschungslücken zur Geschichte des Nationalsozialismus.

Im Rahmen einer zweitägigen Tagung widmet sich das Stadtmuseum am 21. und 22. März mit zahlreichen Vorträgen dem Thema „Fürth und der Nationalsozialismus – Bestandsaufnahme und Forschungsperspektiven“. Die Veranstaltung ist kostenfrei und wendet sich gleichermaßen ans Fachpublikum als auch an interessierte Bürgerinnen und Bürger.

Während die Geschichte des Nationalsozialismus auf nationaler und zunehmend auch auf regionaler Ebene intensiv untersucht wurde, gibt es im lokalen Bereich vielfach noch erhebliche Forschungslücken – auch in Fürth. „Ziel der vom Stadtmuseum, dem Institut für Zeitgeschichte München-Berlin und der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg gemeinsam organisierten Tagung ist es, bestehendes Wissen zusammenzufassen und neue Perspektiven zu entwickeln“, erklärt Stadtarchivar Martin Schramm. Hierzu kommen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus ganz Deutschland nach Fürth. Im Fokus stehen lokale Besonderheiten und die Auswirkungen auf die Menschen vor Ort.

Hier das Tagungsprogramm im Überblick:

Donnerstag, 21. März
11.15 Uhr Begrüßung und Einführung; Grußwort des Oberbürgermeisters Thomas Jung; Thematik und Tagungsprogramm (Martin Schramm/Stadtarchiv Fürth).
Der Aufstieg des Nationalsozialismus in Fürth 1923–1933 (Thomas Raithel/IfZ München)

14 bis 16 Uhr: Der NS-Staat auf kommunaler Ebene
• Die Interaktion zwischen Stadtverwaltung und vorgesetzten Behörden (Bernhard Gotto/IfZ München)
• Politische Verfolgung aus Sicht der Gestapo Nürnberg-Fürth (Thomas Auburger/Nürnberg)
• Ehemaliges Personal der Fürther Stadtverwaltung in Thorn/Westpreußen (Toruń), 1939–1944 (Kamran Salimi/Fürth)

16.30 bis 17.45 Uhr: Alltag und Grenzen der „Volksgemeinschaft“, 1. Teil
• Die nationalsozialistische „Volksgemeinschaft“ in Fürth: Partei und Gesellschaft 1933–1945 (Martin Schramm/Stadtarchiv Fürth)
• Die SpVgg Fürth in der NS-Zeit (Jürgen Schmidt/Fürth)

18.30 bis 19.30 Uhr: Abendvortrag
• Nationalsozialismus und Stadt. Historische Entwicklungen und Forschungsperspektiven (Sabine Mecking/Philipps-Universität Marburg)

Freitag, 22. März
9 bis 10.15 Uhr: Alltag und Grenzen der „Volksgemeinschaft“, 2. Teil
• Zwischen Resistenz und Anpassung. Die Kirchen in Fürth unter dem Nationalsozialismus (Georg Seiderer/FAU Erlangen-Nürnberg)
• Die Fürther Opfer der NS-„Euthanasie“ und Zwangssterilisation – Ein Forschungsbericht (Katrin Kasparek/Bezirk Mittelfranken Stein und Sabrina Freund/FAU Erlangen-Nürnberg)

10.45 bis 12.45 Uhr: Jüdisches Leben – Verfolgung – Shoah
• Jüdisches Alltagsleben am Beispiel ausgewählter Biographien (Daniela F. Eisenstein/Jüdisches Museum Franken)
• Arisierungen (Eckart Dietzfelbinger/Nürnberg)
• Emigration und Shoah (Monika Berthold-Hilpert/Jüdisches MuseumFranken)

14 bis 16.15 Uhr: Krieg und unmittelbare Nachkriegszeit
• Kommunen und Zwangsarbeit (Fabian Lemmes/Ruhr-Universität Bochum)
• Militär und Krieg in Fürth (Johannes Hürter/IfZ München)
• „Entnazifizierung“ (Herbert Schott/StA Nürnberg)

16.30 bis 17 Uhr: Schluss­diskussion

Um eine Anmeldung unter Telefon: 974 37 30 oder per Mail an info.stadtmuseum@fuerth.dewird gebeten.    
 

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