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15.2.2011 - Stadtnachricht

Ehrenbriefe für Fürther Persönlichkeiten

Mit dem Ehrenbrief der Stadt bedankte sich Oberbürgermeister Thomas Jung bei Bella Rosenkranz und Fritz Hundt für ihr außergewöhnliches Engagement und würdigte sie als „beeindruckende Persönlichkeiten.“


Fritz Hundt und Bella Rosenkranz erhielten von OB Thomas Jung jeweils den Ehrenbrief der Stadt Fürth. Foto: Kramer

Fritz Hundt und Bella Rosenkranz erhielten von OB Thomas Jung jeweils den Ehrenbrief der Stadt Fürth. Foto: Kramer

Die Stationen skizzieren ihr unglaubliches Leben: Bella Rosenkranz wurde 1938 im Rahmen der sogenannten „Polen-Aktion“ deportiert, flüchtete in die Sowjetunion. Dort galt sie als Feind und wurde für mehr als fünf Jahre in ein Arbeitslager gesperrt. Nach Kriegsende heuerte sie auf russischen Frachtern an und fuhr zehn Jahre zur See. Erst 1961 durfte sie die damalige UdSSR verlassen und nach Franken in die Kleeblattstadt zurückkehren. In ihrer Geburtsstadt wurde sie zur hartnäckigen und resoluten, oft auch kritischen Kämpferin für das jüdische Leben in Fürth. Als „gute Seele“ der israelitischen Gemeinde liegen der Geehrten besonders deren Erhalt und das Miteinander am Herzen. Wertvolle Unterstützerin und kompetente Ratgeberin war und ist sie der Stadt bei Besuchsaufenthalten ehemaliger Fürther Juden. Zeugnis ihres unbestritten wechselvollen Lebens ist das Buch mit dem Titel „Bella“, das sie 2005 veröffentlichte. Mit diesem Werk, so der OB, trage Rosenkranz dazu bei, dass auch spätere Generationen zumindest teilweise nachempfinden können, was zur Nazizeit Schreckliches geschehen ist. Das Nichtvergessen der jüdischen Geschichte in Fürth stehe dabei im Vordergrund.

Unermüdlichen Ehrgeiz zeigte auch Fritz Hundt bei seinem ehrenamtlichen Einsatz in der Bäckerinnung und im Bäckergesangsverein. „Ein Tag ohne Lied ist ein verlorener Tag“, hatte OB Jung als Hundts Lebensmotto ausgemacht und damit ins Schwarze getroffen. Der Sohn eines Bäckermeisters aus Breslau, der von 1968 bis 2000 eine eigene Bäckerei in der Schwabacher Straße führte, steht seit 1991 dem Bäckergesangverein Fürth vor und ist seit 2004 auch zweiter Vorsitzender des Bayerischen Bäckersängerbundes. Zuvor schon hatte sich der musikalische 72-Jährige ehrenamtlich in der Bäckerinnung engagiert: Vor über 35 Jahren begann er dort als Schriftführer und Werbewart. Als Hobbyfilmer drehte er damals Videos über das Bäckerhandwerk und warb damit in Schulen für seinen Beruf. „Das war ein sehr moderner Ansatz“, kommentierte das Stadtoberhaupt diese Art der Öffentlichkeitsarbeit.

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