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1.12.2011 - Stadtnachricht

Goldenes Kleeblatt verliehen

Seit vielen Jahren engagiert sich Gisela Naomi Blume im Bereich der jüdischen Geschichte und des jüdischen Lebens in Fürth. Für dieses herausragende Engagement wurde Gisela Naomi Blume von Oberbürgermeister Thomas Jung mit dem Goldenen Kleeblatt ausgezeichnet. Erlebe man das Engagement Blumes um die Bewahrung des jüdischen Lebens in der Kleeblattstadt aus nächster Nähe, dann „muss man einfach beeindruckt sein von ihrer Willenskraft und ihrem Durchhaltevermögen“, betonte der OB in seiner Rede für die Geehrte.

 

Für ihr außergewöhnliches persönliches Engagement im Bereich der jüdischen Geschichte und des jüdischen Lebens in der Kleeblattstadt erhielt Gisela Naomi Blume aus den Händen von Oberbürgermeister Thomas Jung das Goldene Kleeblatt. Foto: Claudia Wunder

Gisela Naomi Blume rekonstruierte nicht nur in jahrelanger intensiver Arbeit den jüdischen Friedhof, sondern „gibt damit auch den Toten ihre Ehre und Würde zurück und den Hinterbliebenen einen Teil ihrer Vergangenheit, ihrer Wurzeln“, so Jung. Für viele im Ausland lebende Juden und deren Nachkommen ist sie so ein wichtiges Bindeglied zwischen der Vergangenheit, der Gegenwart und der Zukunft. Zum 400. Jahrestag der jüdischen Gemeinde in Fürth legte sie in Buchform die rund 400 Seiten starke Geschichte des Friedhofs dar, die zusammen mit einer Datenbank mit Lebensdaten von über 15 000 Fürther Juden über einen Zeitraum von 300 Jahren eine Geschichte der Gemeinde beschreibt.

Ihr nächstes großes Projekt war die Errichtung eines Holocaustdenkmals in der Gedenkhalle des neuen jüdischen Friedhofs, beschriftet mit den Namen der über 1000 Fürther Opfer. Außerdem veröffentlichte sie ein Memorbuch, das jedem dieser Opfer durch Fotos, Biographien und Geschichten, die sie von deren Verwandten aus aller Welt erhielt, ein Gesicht gab.

Mit großem persönlichem Einsatz gelang es ihr zudem, Spendengelder in Höhe von über einer Million Euro für die Sanierung der maroden Gedenkhalle auf dem Fürther Friedhof zu akquirieren und so das denkmalgeschützte Gebäude vor dem Verfall zu retten. Dafür erhielt sie erst vor Kurzem die Denkmalschutzmedaille aus den Händen des Bayerischen Staatsministers für Wissenschaft, Forschung und Kunst, Wolfgang Heubisch.

Von 2004 bis 2008 war Gisela Naomi Blume außerdem Vorsitzende der Israelitischen Kultusgemeinde in Fürth. Heute unterrichtet sie Studenten und Besuchergruppen über das jüdische Leben und wird regelmäßig zum Treffen der in Fürth geborenen Juden in New York eingeladen. Von dort und aus vielen anderen Teilen der Welt erreichten das Rathaus viele Glückwünsche, „die unseren Beschluss, Gisela Naomi Blume mit dem Goldenen Kleeblatt zu ehren, begrüßen und sich mit ihr freuen“, wie OB Jung gerne berichtete.

Im rechten Bereich dieser Seite geht es unter "Links" zu einer Website über jüdische Fürther.

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