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11.5.2011 - Stadtnachricht

Trauer um Alt-OB Uwe Lichtenberg

Trauer um Uwe Lichtenberg, Oberbürgermeister der Stadt Fürth von 1984 bis 1996 und Träger der Goldenen Bürgermedaille. „Uwe Lichtenberg ist heute Morgen im Alter von 76 Jahren nach kurzer, aber sehr schwerer Krankheit verstorben. Die Stadt Fürth trauert um ihn“, sagte Oberbürgermeister Thomas Jung tief betroffen. „Die Amtszeit Lichtenbergs bleibt mit wichtigen Entwicklungen der Stadtpolitik verbunden.“

Unser Foto zeigt Oberbürgermeister Thomas Jung im Gespräch mit Uwe Lichtenberg beim Jahresgespräch 2010. Foto: Mittelsdorf

Unser Foto zeigt Oberbürgermeister Thomas Jung im Gespräch mit Uwe Lichtenberg beim Jahresgespräch 2010. Foto: Mittelsdorf

Im März 1966 wurde Uwe Lichtenberg zum ersten Mal in den Fürther Stadtrat gewählt. Dort war er von 1972 bis 1975 Vorsitzender der SPD-Mehrheitsfraktion und wurde schließlich zum berufsmäßigen Stadtrat gewählt und mit dem Sozial- und Krankenhausreferat betraut. In die Zeit dieser Tätigkeit fielen vor allem die umfangreiche Sanierung des Fürther Klinikums, die Neueinrichtung vieler Kindergärten, Jugendheime und städtischer Beratungsstellen. Besonders hervorzuheben ist auch sein Engagement für die Integration der in Fürth lebenden ausländischen Bürgerinnen und Bürger.

1984 wurde er erstmals mit großer Mehrheit zum Fürther Oberbürgermeister gewählt. Der Wahlslogan lautete damals: „Ja zur Stadt der Menschen“. Im März 1990 wurde er in diesem Amt bestätigt.

In den zwölf Jahren seiner Amtszeit als Stadtoberhaupt konnten eine Vielzahl wichtiger und für die Stadt und ihre Bürger bedeutender Projekte begonnen und größtenteils abgeschlossen werden. Dazu zählen der Neubau und die Sanierung des Fürther Klinikums, die Förderung der Wirtschaft, die Ansiedlung innovativer Technologien (Solid, Euromed) und Firmen (Siemens, uvex, Mercedes Benz, flabeg, BayWa, Sanacorp) sowie die Förderung und Unterstützung privater wirtschaftlicher Initiativen (Schlachthof GmbH).

In Lichtenbergs Amtszeit fielen zudem erhebliche finanzielle Investitionen zur Verbesserung der Schul- und Kindergartensituation, die Generalsanierung des historischen Fürther Rathauses, die Errichtung weiterer Ämtergebäude im Zeichen von mehr Bürgerfreundlichkeit sowie die Förderung und Ausweitung des ÖPNV im Stadtgebiet, besonders die Verstärkung des Busnetzes und die Verlängerung der U-Bahn.

Er intensivierte die Zusammenarbeit im Großraum Nürnberg-Fürth-Erlangen auf unterschiedlichen Ebenen, besonders aber im wirtschaftlichen Bereich und engagierte sich stark in der Friedenspolitik: Die Stadt Fürth wurde Mitglied im weltweiten Städtebündnis „Gemeinden für den Frieden“ - gegen den erklärten Widerstand der Bayerischen Staatsregierung. Die regelmäßigen Besuchsaufenthalte ehemaliger jüdischer Bürgerinnen und Bürger in ihrer Geburtsstadt waren ihm ein echtes Anliegen und führten zu einer erheblichen Verbesserung der deutsch-jüdischen Beziehungen in Fürth. Unter seiner Ägide wurde die Städtepartnerschaft mit Paisley/Renfrew District (Schottland) fortgesetzt und neue Partnerschaften mit Bijeljina (ehemaliges Jugoslawien), Limoges (Frankreich) und Marmaris (Türkei) gegründet. Nicht zuletzt bewies er großen Mut bei seiner Eilentscheidung, die Schließung der US-Kraftwerke auf den Fürther Army-Arealen zu veranlassen.

Doch über sein Wirken als Oberbürgermeister hinaus - für das er 1996 mit der Goldenen Bürgermedaille geehrt wurde - setzte sich Uwe Lichtenberg viele Jahrzehnte in verschiedenen sozialen, karitativen und kommunalpolitischen Gremien ein. Im Vordergrund standen für ihn stets die Menschen, denen er mit seinem Engagement helfen wollte.

„Mit Uwe Lichtenberg verlieren wir eine wichtige Persönlichkeit, die unsere Stadt geprägt und positiv beeinflusst hat. Wir verlieren unseren Alt-Oberbürgermeister, einen Träger der Goldenen Bürgermedaille, einen Freund und Ratgeber“, so Jung. „Mein und unser aller Mitgefühl gilt seiner Familie, allen Verwandten und Freunden.“

 

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