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13.2.2012 - Stadtnachricht

Solidarische Stadtgesellschaft

Die trotz der düsteren Prognosen nach dem Quelle-Aus erfreulichen Aspekte in vielen Bereichen der Stadtentwicklung, aber auch die große Herausforderung, die Einkaufssituation in der Innenstadt endgültig in eine positive Richtung zu lenken – das waren zwei der Kernbotschaften, die die Ansprache von Oberbürgermeister Thomas Jung zum traditionellen Neujahrsempfang vor mehr als 900 Gästen in der Stadthalle bestimmten.

Die Rede von Oberbürgermeister Thomas Jung beim traditionellen Jahresgespräch vor mehr als 900 Gästen aus allen Bereichen der Gesellschaft erntete viel Applaus. Foto: Mittelsdorf

Die Rede von Oberbürgermeister Thomas Jung beim traditionellen Jahresgespräch vor mehr als 900 Gästen aus allen Bereichen der Gesellschaft erntete viel Applaus. Foto: Mittelsdorf

Die mit sechs Prozent niedrigste Arbeitslosenquote seit 30 Jahren, die Ansiedlung weiterer Unternehmen wie Nordfrost und ebl, aber vor allem auch das ungebremste Bevölkerungswachstum zeigten, so der Rathauschef, dass sich die Kleeblattstadt auf einem guten Weg befinde: "Fürth ist attraktiv als Wohnstadt und zieht an, wie kaum eine andere Stadt in Nordbayern."

Zudem gelinge es immer besser, die damit verbundenen Hausaufgaben wie etwa die Bereitstellung von Kinderbetreuungsplätzen zu bewältigen. Die meisten Schulen seien auf Vordermann gebracht worden und für jeden zweiten Grundschüler stehe ein Platz für eine Nachmittagsbetreuung zur Verfügung. Im Bereich Kindergarten könne man sogar auf eine faktische Vollversorgung verweisen. Schwieriger ist laut Jung noch die Situation bei den Kleinsten, doch hole man auch auf diesem Gebiet mächtig auf: "Die Eröffnung von drei neuen Kinderkrippen im abgelaufenen Jahr und von fünf neuen Krippen im Jahr 2012 ist mir ein Herzensanliegen."

Daumen hoch von Bürgermeister Markus Braun, Präsident Helmut Hack und Oberbürgermeister Thomas Jung (v. li.) für das Projekt Aufstieg, das sich die Spielvereinigung Greuther Fürth für 2012 auf die Fahnen geschrieben hat und natürlich auch ein zentrales Gesprächsthema beim traditionellen Jahresgespräch in der Stadthalle war. Foto: Mittelsdorf

"Daumen hoch" von Bürgermeister Markus Braun, Präsident Helmut Hack und Oberbürgermeister Thomas Jung (v. li.) für das "Projekt Aufstieg", das sich die Spielvereinigung Greuther Fürth für 2012 auf die Fahnen geschrieben hat und natürlich auch ein zentrales Gesprächsthema beim traditionellen Jahresgespräch in der Stadthalle war. Foto: Mittelsdorf

Optimistisch stimmt dem OB zudem, dass die Sparpakete im Haushalt mit einem Gesamtvolumen von etwa 55 Millionen Euro erste Früchte tragen. So konnte für das kommende Jahr ein Etat ohne Neuverschulung beschlossen werden. Darüber hinaus sei es gelungen, erste Rücklagen zu bilden.

Das schwierigste Aufgabenfeld für die nächsten Monate und Jahre sieht OB Jung darin, die Voraussetzungen für den Einzelhandel in der Innenstadt entscheidend zu verbessern. Der Leerstand im früheren Marktkauf, die Hängepartie ums City-Center, aber auch die erfreuliche Entwicklung beim Bau eines neuen Einkaufsschwerpunktes in der Rudolf-Breitscheidstraße verdeutlichten, dass "wir im Jahr 2012 vor entscheidenden Weichenstellungen und einer außerordentlich schwierigen Zeit" stehen. Im Fall City-Center könne man Rückschläge nicht ausschließen, die Umsiedlung der Geschäfte werde große Lücken in das Einkaufsangebot reißen und die Bauarbeiten für Lärm, Behinderungen und Unannehmlichkeiten sorgen. Trotzdem gibt es für Jung keine Alternativen: Die Eingriffe seien unvermeidlich "wenn wir dauerhaft Fortschritt auch in diesem Bereich erzielen wollen".

Oberbürgermeister Jung appellierte auch in diesem Zusammenhang an das Wir-Gefühl, das in der Stadt zum Beispiel durch eine ausgeprägtes Stifter- und Mäzenatentum schon immer besonders beispielhaft war: "Gerade jetzt brauchen die Fürther Geschäfte unsere Unterstützung", betonte er und fügte hinzu: "Wir sollten nicht jammern, was es nicht gibt, sondern schauen und entdecken, was es alles gibt."

Das Zusammengehörigkeitsgefühl der Fürtherinnen und Fürther beschwor Jung auch angesichts immer häufiger werdender Übergriffe und Verbrechen von Neonazis. "Es ist nicht hinnehmbar und darf keinem Demokraten Ruhe lassen, dass in unserer Stadt Menschen Opfer von Anschlägen wurden, nur auf Grund ihrer antifaschistischen Gesinnung." Ein solches Gedankengut dürfe in Fürth nicht den Hauch einer Chance haben. In diesem Sinne wolle er an der Entwicklung einer "solidarischen Stadtgesellschaft mit Toleranz und Offenheit" weiterarbeiten.

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