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30.1.2014 - Stadtnachricht

Befreiungsschlag in der Innenstadt

So viele Gäste wie selten haben heuer dem Jahresgespräch der Stadt Fürth beigewohnt: 1000 Vertreterinnen und Vertreter aus allen Bereichen der Gesellschaft kamen zum traditionellen Neujahrsempfang in die Stadthalle und lauschten der Rede von Oberbürgermeister Thomas Jung, der das vergangene Jahr Revue passieren ließ und einen Ausblick auf 2014 gab.

Etwa 1000 Gäste kamen zum Jahresgespräch in die Stadthalle und lauschten der Rede von Oberbürgermeister Thomas Jung. Foto: Mittelsdorf

Auf besonders gute Ergebnisse könne man, so Jung, im Bereich Wirtschaft zurückschauen. Die Arbeitslosenquote befände sich auf einem niedrigen Stand und die Zahl der Beschäftigten sei um 2000 höher als zu den Zeiten, als Quelle noch gesund und solvent war. Eine besonders gute Entwicklung verzeichne der Lehrstellenmarkt. Die Zahl der Ausbildungsplätze sei im Vergleich zum Vorjahr um ganze zehn Prozent gestiegen – ein bemerkenswerter Trend, sank doch die Quote bundesweit um drei Prozent.

Den Grund für diese erfreulichen Tendenzen sieht der OB in einem "kleinen Wirtschaftswunder", das die Stadt zum Jahresende hin erleben durfte. Als Beispiele nannte er die Ansiedlung der High-Tech-Firma LPKF in Stadeln, die Investitionen der Unternehmen Siemens, uvex und Norma und die Eröffnung des Möbelhauses Höffner in Steinach.

Thomas Bauer, Präsident der Regierung von Mittelfranken und Nürnbergs Oberbürgermeister Ulrich Maly besuchten auch den traditionellen Jahresempfang der Stadt Fürth. Foto: Mittelsdorf

Das und vor allem aber auch die intensiven Sparbemühungen in den vorangegangenen Jahren hatte laut Jung zur Konsequenz, dass sich auch die Haushaltssituation der Kleeblattstadt 2013 entscheidend verbesserte. Zum dritten Mal in Folge habe man einen Etat ohne Nettoneuverschuldung verabschieden und darüber hinaus mit dem Abbau von Verbindlichkeiten beginnen können: "Im April wird Stadtkämmerin Stefanie Ammon die ersten 2,5 Millionen Euro an Banken zurückzahlen", so der OB.

Der lange erwartete "Befreiungsschlag" ist nach seiner Ansicht in der Innenstadtentwicklung gelungen. Neben der "Neuen Mitte", die für jeden sichtbar nun wächst und wächst, werde heuer auch das frühere Marktkaufgebäude wiederbelebt. Es stünden damit in absehbarer Zeit 23 000 Quadratmeter neue Einkaufsflächen zur Verfügung. Ein Wermutstropfen bleibe aber das City-Center, wo noch immer keine Neunutzung absehbar sei.

Bürgermeister Markus Braun mit Amtskette im Gespräch. Foto: Mittelsdorf

Der Erfolg in der Innenstadtentwicklung ist – wie Oberbürgermeister Jung formulierte – nicht "vom Himmel gefallen", sondern Ergebnis von "Beharrlichkeit und Optimismus". Zunächst habe man über Jahre hinweg die Sozialstruktur verändern und das Wohnumfeld verbessern müssen. Die Sanierung der Fußgängerzone und der Adenaueranlage, das Bevölkerungswachstum und die verbesserte Finanzausstattung hätten zudem erst die notwendigen Rahmenbedingungen für den Durchbruch geschaffen.

Als vornehmliche Aufgaben für dieses Jahr nannte der OB auch weitere Investitionen in den Bereichen Kinder und Schulen: "Für den Nachwuchs dürfen wir viel Geld aufbringen – das dient vor allem der Schaffung von Bildungsgerechtigkeit." So wolle man bei Krippen und Kindertagesstätten das Betreuungsangebot vervollständigen und mit der Sanierung des Helene-Lange-Gymnasiums beginnen. Die Umgestaltung von Helm- und Theaterplatz, die durch neue Mittel in der Städtebauförderung möglich werden, stehe ebenso auf der Agenda wie zum Beispiel die Fertigstellung der Dreifachturnhalle am Schießanger, der Ausbau der Vacher Brücke oder die Neubauten für Jüdisches Museum und Ludwig-Erhard-Haus – beides Projekte von nationaler Bedeutung.

Zum ersten Mal beim Jahresgespräch in Fürth waren Marion Frisch (Mitte), frischgebackene Präsidentin des Landesamts für Statistik, und ihr Stellvertreter Georg Luber (re.), die sich mit Wirtschaftsreferent Horst Müller unterhielten. Foto: Mittelsdorf

Ausdrücklich dankte Jung dem Bündnis gegen Rechtsextremismus und Rassismus, das über die wahre Ideologie der Neonazis von der "Bürgerinitiative Soziales Fürth" aufkläre und so die Demokratie in Fürth schütze – ebenso wie die "vielen Polizistinnen und Polizisten, die unseren Rechtsstaat sichern".

"Dass vieles gut gelungen ist, ist der Verdienst vieler, ich darf es nur vortragen", sagte der OB am Ende seiner Ansprache und dankte Stadtrat, Verwaltung und Bürgerschaft für das Engagement. Zugleich erinnerte er daran, dass aus seiner Sicht weiterhin der "Kompromiss die einzig mögliche Form städtischer Entwicklung" sei und nicht ein einzelner Wert – und sei er noch so wichtig wie beispielsweise der Denkmalschutz oder die Umwelt – alle anderen überlagern dürfe: "Keine Maxime darf allein in einer Stadt dominieren, es muss stets fair abgewogen und ein Ausgleich angestrebt werden." 

 

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