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7.3.2014 - Stadtnachricht

Interessante Ergebnisse zum Thema Soziales

Die Zahl der Bürgerinnen und Bürger, die in der Stadt Fürth von Leistungen des Jobcenters oder der Arbeitsagentur leben müssen, ist in den vergangen Jahren zurückgegangen. Im offiziellen Armutsbericht teilt das Sozialreferat mit, dass Ende 2005 11 148 Personen die staatliche Unterstützung erhielten, Ende 2012 waren es mit 10 252 knapp 900 (acht Prozent) weniger. Bei den Menschen im Hartz-IV-Bezug beträgt der Rückgang sogar 13,5 Prozent.

Augenfällig auch der Rückgang der Fürtherinnen und Fürther ohne Ar-beit. Waren im Jahr 2005 noch 7387 Menschen erwerbslos, lag die Zahl 2012 nur mehr bei 4310 Personen – ein Rückgang um fast 42 Prozent. Zugleich haben die sozialversicherungspflichtigen Beschäftigen im Stadtgebiet von 40 792 (2005) auf 47 249 (2012) zugenommen (16 Prozent). Auch die Anzahl der Arbeitsplätze in der Kleeblattstadt verzeichnete einen Zuwachs – von 38 414 im letzten „Quelle-Jahr“ 2009 um 2491 neue Jobs auf 40 905 in 2012.

Eine negative Entwicklung nahm im Zeitraum 2005 bis 2012 dagegen die Zahl derer, die im Alter auf Grundsicherung angewiesen sind. Waren es hier im Jahr 2005 740 Personen, zählt der Armutsbericht 2012 bereits 1116 (plus 51 Prozent) Menschen, die nicht mehr von ihrer Rente leben können. Dies ist laut Oberbürgermeister Thomas Jung „ein deutliches Alarmzeichen.“ Gegen die zunehmende Altersarmut müsse die Bundesregierung mit weiteren Reformen im Rentensystem und bei der Grundsicherung noch nachdrücklicher gegensteuern als bisher. 

Interessante Ergebnisse brachten auch Erhebungen zu einem weiteren sozialen Thema in der Stadt Fürth. Die Segregation, das heißt die Trennung der Bevölkerung nach sozialer Schichtung in einzelne Stadtteile, nimmt kontinuierlich ab. Dieses überraschende wie auch erfreuliche Resultat erbrachte eine Untersuchung des Amtes für Statistik Nürnberg-Fürth. Während in zahlreichen Städten Europas die Segregation eher zunimmt – Reiche wohnen zunehmen in abgeschotteten Vierteln, Arme in ghettoähnlichen Stadtteilen – ist in der Kleeblattstadt ein gegenläufiger Trend festzustellen.

Während in den vergangenen fünf Jahren die niedrigste Quote in den „besten“ Stadtteilen mit zwei Prozent Hartz-IV-Bezug nahezu gleich blieb – zum Beispiel in Vach oder Unterfarrnbach – ist sie in Ortsteilen mit bisher hohem Hartz-IV-Bezug deutlich gesunken. So zum Beispiel in der Fürther Innenstadt von 20 auf 14 Prozent. Demzufolge liegt der Unterschied zwischen den „besten“ und dem „schlechtesten“ Stadtteil, der vor fünf Jahren noch bei 18 Prozent war, jetzt bei lediglich zwölf Prozent. Für den OB ist dieser zunehmende soziale Ausgleich zwischen den einzelnen Fürther Ortsteilen ein schöner Beweis für eine  Stadtpolitik der Balance. Jung freut sich vor allem darüber, dass sich die Stadtteile in den vergangenen Jahren sozial stabiler und ausgeglichener darstellen. In der Kleeblattstadt werde auch in Zukunft keine Ghettoisierung oder Trennung von Bürgerinnen und Bürgern nach Migrations- oder Sozialschichtung hingenommen werden, so der OB. 

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