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18.6.2015 - Stadtnachricht

Auszeichnung in Gedenken an Louis Kissinger

Ingrid Streck, die langjährige Leiterin der Stadelner Hans-Sachs-Grundschule, hat in diesem Jahr den Louis-Kissinger-Preis erhalten. Ausgezeichnet wurde sie für ihr großes Engagement für Kinder mit Migrationshintergrund. So hat sie unter anderem das Konzept für die Vorkurse in der Kleeblattstadt mitgeprägt, in denen Kindergartenkinder, die zuhause nicht deutsch sprechen, gefördert werden.

Herzliche Umarmung: Walter Kissinger (Mitte) ließ es sich nicht nehmen, Ingrid Streck (2. v. li.) persönlich zu dem Preis zu gratulieren, der nach seinem Vater Louis benannt ist. Auch OB Thomas Jung (li.), die Fürther Journalistin Evi Kurz (2. v. re.) und Kissingers Tochter Dana gehörten zu den Gratulanten. Foto: Wunder

Gemeinsam mit Mitstreitern hat sie zudem ein Modellprojekt entwickelt, bei dem hochtalentierte Mädchen und Jungen mit Migrationshintergrund dabei unterstützt werden, sprachlich aufzuholen, um den Übertritt auf das Gymnasium oder die Realschule zu schaffen. Tatsächlich habe sich der Anteil von Kindern mit ausländischen Wurzeln an diesen Schulen erhöht, wie Laudatorin Annette Scheunpflug bei der offiziellen Feierstunde im Helene-Lange- Gymnasium sagte.

Die Schule war einst das Fürther Mädchenlyzeum und der Arbeitsplatz von Louis Kissinger, dem Vater von Henry und Walter. Er war ein begeisterter, engagierter Lehrer – bis ihn 1933 die Nazis mit einem Berufsverbot belegten. 1938 emigrierte er mit seiner Frau und den beiden Söhnen in die USA. Während Henry später US-Außenminister wurde, entwickelte sich Walter Kissinger zu einer bedeutenden Unternehmerpersönlichkeit. Im Alter von über 90 Jahren ließ er  es sich nicht nehmen, Ingrid Streck persönlich zu gratulieren.

Die beiden Brüder waren es, die die Fürther Journalistin Evi Kurz vor Jahren baten, der Stadt Fürth mit Geld aus der Lebensversicherung ihres Vaters etwas Gutes zu tun. Das Ergebnis ist der Louis-Kissinger-Preis. Er sei, so Oberbürgermeister Thomas Jung, „ein Symbol für die Herzlichkeit, die die Kissingers weitervermitteln.“ Demütig und dankbar sei das Stadtoberhaupt, dass die Familie Kissinger – trotz des großen Leids, das sie in ihrer Heimatstadt erfahren musste – vergeben hat.
 

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