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7.4.2015 - Stadtnachricht

Mit dem Goldenen Kleeblatt ausgezeichnet

Die herausragenden Verdienste um das Thema Integration behinderter Menschen und den Wissenschaftsstandort Fürth waren ausschlaggebend für die Verleihung der – nach der Ehrenbürgerwürde und der Goldenen Bürgermedaille – dritthöchsten städtischen Auszeichnung: Manfred Hambitzer und Hermann Schoenauer erhielten nach einstimmigem Beschluss im Stadtrat das Goldene Kleeblatt aus den Händen von Oberbürgermeister Thomas Jung.

„Vieles von dem, was wir heute als Inklusion fast selbstverständlich finden, war in den Siebziger Jahren spektakulär“, sagte das Stadtoberhaupt über das Wirken von Manfred Hambitzer. Der 89-Jährige hat den Weg der Inklusion selbst beschreiten müssen, denn als junger Mann verlor er im Krieg beide Hände. Doch er gab sich nicht auf und machte stattdessen die Bewältigung von Körperbehinderung zu seinem Lebensthema. Er studierte Psychologie, promovierte 1958 und leistete anschließend „jahrzehntelange Pionierarbeit in Sachen Integration“, wie Laudator Jung bei der Feierstunde im Business- und Tagungszentrum am Sportpark Ronhof hervorhob. 

Nur zwei von vielen Beispielen für Hambitzers Engagement: Als VDK-Vertreter wirkte er aktiv am  Runden Tisch zur Gestaltung der Regularien für die Begründung des Behindertenrates der Stadt Fürth mit. 1980 initiierte er eine Demonstration und eine Unterschriftenaktion zum behindertengerechten Ausbau der Nürnberger U-Bahn mit Aufzügen  - und erreichte damit auch bundesweit positive Veränderungen. Durch seine Initiative wurden Standards gesetzt, die noch heute im Öffentlichen Personennahverkehr ihre Gültigkeit haben. Unterstützt wurde er zu der Zeit von der damaligen Bundestagsabgeordneten Renate Schmidt (SPD), die es sich nicht nehmen ließ, zur Verleihung persönlich zu gratulieren. 


Goldenes Kleeblatt für Hambitzer und Schoenauer

Zur Verleihung des Goldenen Kleeblatts an Manfred Hambitzer (li.) und Hermann Schoenauer (re.) gratulierte nicht nur OB Thomas Jung herzlich, sondern auch die ehemalige Bundesfamilienministerin Renate Schmidt. Foto: Wunder

Im Gegensatz zu Hambitzer, der in Gummersbach geboren wurde und seit fünf Jahrzehnten Fürther Bürger ist, wurde Hermann Schoenauer in der Kleeblattstadt geboren, lebt allerdings jenseits der Stadtgrenze. Dass er „trotzdem“ die hohe städtische Auszeichnung erhält, sei eine seltene Ehre, betonte OB Jung, „aber allemal verdient.“

Denn Schoenauer habe als Rektor der Diakonie Neuendettelsau entscheidende Weichen gestellt, damit die Wilhelm Löhe Hochschule, die Wilhelm-Löhe-Akademie und die Fachakademie für Sozialpädagogik in Fürth gegründet wurden und hat dadurch „entscheidend beigetragen, die Stadt zur Wissenschaftsstadt zu machen.“ Zudem war Schoenauer maßgeblicher Initiator für die Schaffung einer Kinderkrippe mit 36 Plätzen im Stadtteil Finkenpark nahe des Klinikums. „Dabei handelt es sich um eine integrative Einrichtung, das heißt hier können auch Kinder mit einer Behinderung aufgenommen werden“, lobte Jung.

Nicht zuletzt, so der OB, rücke Hermann Schoenauer die Stadt Fürth auch immer wieder mitöffentlichkeitswirksamen Veranstaltungen in den Mittelpunkt: So wurden auf sein Wirken hin die Abschlussveranstaltung zu einem großen, international besetzten Löhe-Kongress und die zentrale Festveranstaltung zum 160-jährigen Jubiläum am Gründungstag der Diakonie Neuendettelsau unter großer Teilnahme von namhaften Repräsentanten aus Kirche, Politik, der allgemeinen Öffentlichkeit und der Medien in der Kleeblattstadt abgehalten.

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