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27.1.2015 - Stadtnachricht

Nachdenkliche Töne zum Jahresempfang

Diesen einen Satz betonte Oberbürgermeister Thomas Jung – gerade in Anwesenheit seines Amtskollegen Ulrich Maly - gerne: „In der Metropolregion erzeugt keine Stadt so viel erneuerbare Energie wie wir. Nürnberg zwei Prozent, Erlangen 2,4 Prozent und Fürth 8,8 Prozent.“ Der Umweltschutz war aber nur ein Thema, das das Stadtoberhaupt beim traditionellen Jahresempfang vor knapp 1000 geladenen Gästen aus Politik, Wirtschaft, Sport und Gesellschaft beim Blick zurück auf das Jahr 2014 ansprach.

Beim traditionellen Jahresgespräch ließ Oberbürgermeister Thomas Jung in seiner Ansprache das vergangene Jahr kurz Revue passieren und wagte einen optimistischen Blick ins Jahr 2015. Foto: Mittelsdorf

Beim traditionellen Jahresgespräch ließ Oberbürgermeister Thomas Jung in seiner Ansprache das vergangene Jahr kurz Revue passieren und wagte einen optimistischen Blick ins Jahr 2015. Foto: Mittelsdorf

„Immer noch sprechen ganz Europa und weite Teile der Welt von der Euro- und Finanzkrise“, begann er seine Rede, „wir in Fürth müssen das nicht, im Gegenteil.“ In der Kleeblattstadt dürfe man sich über die höchste Beschäftigungszahl und das höchste Gewerbesteueraufkommen mit fast 60 Millionen Euro in der Nachkriegszeit freuen. Die Finanzen seien zudem wieder im Griff, sogar Schulden abbauen konnte man im abgelaufenen Jahr. Auch die Wohnstadt Fürth bleibe außerordentlich attraktiv, so Jung. Derzeit würden rund 500 bezahlbare Mietwohnungen von Bauträgern geschaffen. Die Grenzen des Wachstums seien jedoch in Sicht: „Das ist aber politisch auch gewollt.“

Landrat Matthias Dießl (2. v. li.), Nürnbergs Oberbürgermeister Ulrich Maly (3. v. li.), Zirndorfs  Erster  Bürgermeister Thomas Zwingel (Mitte), Professor Klaus L. Wübbenhorst, Vorstandsvorsitzender der Metropolregion Nürnberg (3. v. re.), und der Fürther Obi-Chef Johannes Streng (re.) lauschen der Rede von OB Thomas Jung. Foto: Mittelsdorf

Landrat Matthias Dießl (2. v. li.), Nürnbergs Oberbürgermeister Ulrich Maly (3. v. li.), Zirndorfs Erster Bürgermeister Thomas Zwingel (Mitte), Professor Klaus L. Wübbenhorst, Vorstandsvorsitzender der Metropolregion Nürnberg (3. v. re.), und der OBI-Franken-Chef Johannes Streng (re.) lauschen der Rede von OB Thomas Jung. Foto: Mittelsdorf

Kinder, so der OB, hätten in der Stadt stets Vorrang. „Mit der Eröffnung von sieben neuen Krippen in 2014 haben wir mittlerweile ein Angebot für jedes Kind.“ Für rund 60 Prozent der Grundschüler gebe es zudem ein außerschulisches Betreuungsangebot – ein Spitzenwert unter den bayerischen Großstädten.

Überhaupt, so Jung, seien ihm die sozialen Aspekte bei allen wirtschaftlichen Erfolgen sehr wichtig. „Sie ermöglichen Teilhabe am gesellschaftlichen Leben für alle Menschen, unabhängig vom Geldbeutel. Unsere vielen kostenlosen Freiluftveranstaltungen sind da für mich von besonderer Bedeutung und diese wollen wir im Rahmen der Gesetze schützen und bewahren.“

Nürnbergs OB Ulrich Maly (Mitte) mit Amtskollegen Thomas Jung und Bürgermeister Markus Braun (re.) beim Jahresgespräch in der Fürther Stadthalle. Foto: Mittelsdorf

Nürnbergs OB Ulrich Maly (Mitte) mit Amtskollegen Thomas Jung und Bürgermeister Markus Braun (re.) beim Jahresgespräch in der Fürther Stadthalle. Foto: Mittelsdorf

Eine weitere zentrale Aufgabe für den OB: die Fürther Innenstadt. Nicht nur, dass es dort in Sachen Einkaufen vorangehe. Auch in anderen Bereichen herrsche Aufbruch: Beispiele seien der Erweiterungsbau am Jüdischen Museum oder der Neubau des Ludwig-Erhard-Hauses. „Es wird sich in den nächsten Jahren in unserer Innenstadt weiter viel entwickeln und die Steigerung an Urbanität, Einkaufsflair, Kultur und Grün wird Fürth sichtbar voranbringen“, sagte Jung.

Trotz vieler positiver Entwicklungen habe die Stadt aber auch Probleme. „Die Fahrpreiserhöhung ist ärgerlich, der Brückenbau in Vach dauert zu lang, das Kino kommt wahrscheinlich ein Jahr später als geplant“, so der OB. Auch auf die Rechtstreitigkeiten um die Gustavstraße ging er ein.

„Aber“, appellierte er, „man muss auch einmal über den Tellerrand schauen auf die immer größer werdenden Probleme unserer Welt.“ Dann könne man nur dankbar sein, „dass wir keine Klimakatastrophe haben, dass wir Flüchtlinge aufnehmen dürfen und nicht selbst Flüchtlinge sind.“ Das zeige, wie klein unsere Probleme im Vergleich zu anderen sind.

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