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23.4.2015 - Stadtnachricht

Sperrzeitverlängerung zahlt sich aus

Hat die Sperrzeitverlängerung für Gaststätten in der Innenstadt – vor allem für den Schwerpunktbereich Gustavstraße – Auswirkungen auf die Anzahl der polizeilichen Einsätze? Welche Straftaten und Ordnungswidrigkeiten mussten im vergangenen Jahr am häufigsten erfasst werden? Diese und andere Fragen beantworteten dieser Tage der Fürther Polizeichef Peter Messing, Rechts- und Ordnungsreferent Christoph Maier sowie Hans-Peter Kürzdörfer, Leiter des Amts für Umwelt, Ordnung und Verbraucherschutz, als erstmals der von der Polizei verfasste Erfahrungsbericht „Gaststätten“ vorgestellt wurde.

Auch in der Gusatvstraße ist die Zahl der polizeilichen Einsätze deutlich gesunken. Foto: Erich Malter

Auch in der Gustavstraße ist die Zahl der polizeilichen Einsätze deutlich gesunken. Foto: Erich Malter

Erstes Fazit: Die Sperrzeitverlängerung zahlt sich aus. Denn seit Lokale in der Innenstadt um 2 Uhr zusperren und Wirte dafür sorgen müssen, dass im Freien bereits um 23 Uhr Tische und Stühle geräumt werden, kam es zu einem Rückgang der polizeilichen Einsätze. 222 der 611 Gaststättenbetriebe – dazu zählen auch Diskotheken, Spielhallen, Internetcafés Vereinsheime oder Hotels – hatten im vergangenen Jahr Kontakt zur Polizei.

Von den 757 (Vorjahr 810) Einsätzen oder Sachbearbeitungen seitens der Ordnungshüter wurden 181 – und damit 34 weniger als 2013 – zur Anzeige gebracht. „Auch die Zahl der Eigentumsdelikte, also zum Beispiel Handy- oder Geldbörsendiebstahl nahm im vergangenen Jahr ab“, so Messing. Und es seien immer die gleichen Betriebe, die besonders auffielen. Hier setzt die Polizei auf die konstruktive und sachorientierte Zusammenarbeit mit der Stadt, allen voran mit dem zuständigen Amt für Umwelt, Ordnung und Verbraucherschutz.

Da für den Vollzug des Gaststättenrechts die Kommune verantwortlich zeichnet, ist es deren Aufgabe, zum Beispiel Wirte bei einem Vergehen auf ihre Pflichten hinzuweisen. „Meist reicht ein Gespräch oder ein Brief“, berichtet Amtsleiter Kürzdörfer. Der Entzug der Konzession sei definitiv die letzte Option und solch eine folgenschwere Entscheidung musste im vergangenen Jahr lediglich ein Mal getroffen werden, erklärt Ordnungsreferent Maier.

Nach der Sperrzeitverlängerung ging auch die Zahl der Schlägereien zurück. Während früher vor allem zu fortgeschrittener Stunde Streitereien geschlichtet werden mussten, rückte die Polizei im vergangenen Jahr nur 69 Mal zum Einsatz aus. „Längere Sperrzeit, weniger Betrunkene, weniger Rohheitsdelikte“ bilanzieren Messing, Maier und Kürzdörfer.

Für den erstmal vorgelegten Erfahrungsbericht hat die Polizei die Vorfälle in der Gustavstraße extra analysiert. Und auch hier gibt es mit 32 Einsätzen zu 65 im Vorjahr positive Zahlen zu vermelden. Gemessen an den Einsätzen mit Gaststättenbezug im Fürther Stadtgebiet betrug der Anteil in der Gustavstraße sogar lediglich vier und in der restlichen Innenstadt 67 Prozent.

Die rückläufige Zahl der Straftaten bestätigt den Titel Fürths als sicherste Großstadt. „Die Art der Delikte ist sehr mäßig und es gab keine krassen Vorfälle“ zu vermelden, so das Fazit des Polizeichefs.

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