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31.3.2017 - Stadtnachricht

Jahrzehntelanges ehrenamtliches Engagement

„Mister AWO“ und „Mister Ronhof“ – so betitelte Oberbürgermeister Thomas Jung bei der Verleihung des Goldenen Kleeblatts die beiden Geehrten Wilhelm Bluth und Gerhard Ermann. Und fasste damit ihr je über 45-jähriges ehrenamtliches Wirken zusammen. „Doch natürlich geht ihr Engagement weit über diese beiden Begriffe hinaus“, unterstrich Jung in seiner Rede während einer Feierstunde im Schloss Burgfarrnbach.

Hohe Auszeichnung für über vier Jahrzehnte ehrenamtliches Engagement: Oberbürgermeister Thomas Jung hat Wilhelm Bluth (li.) und Gerhard Ermann (re.) mit dem Goldenen Kleeblatt der Stadt geehrt. Foto: Wunder

„Mister AWO“ Wilhelm Bluth ist seit Anfang der 1970er Jahre Mitglied der Arbeiterwohlfahrt (AWO). Zunächst als Sammler und Helfer bei Veranstaltungen. Er forcierte die Gründung eines eigenen Ortsvereins im Fürther Osten, die 1983 realisiert wurde und übernahm ab 1987 für 13 Jahre die Funktion des Vorsitzenden.

Von besonderer Bedeutung ist sein Einsatz im AWO-Kreisverband seit 1973 – somit auch bereits 44 Jahre, davon als stellvertretender Vorsitzender von 1991 bis 2000 und als Vorsitzender von 2000 bis 2008. Während seiner aktiven Vorstandszeit im Kreisverband hat Bluth maßgeblich dazu beigetragen, dass sich die AWO über den Schwerpunkt Seniorenarbeit hinaus weiter entwickelt und ganz neue Arbeitsfelder aufgetan hat, wie die Betreuung von Migranten (Übernahme der AWO-Kulturbrücke), den Ausbau der Betreuung von psychisch Kranken (Schaffung von ambulant be-treuten Wohnformen), die Gründung einer eigenen Stiftung (AWO Stiftung für soziales Engagement in Fürth), den Einstieg in die Kindertagesstätten-Arbeit (neuer Kinderhort im Stadtteil Eigenes Heim), ein gemeinschaftliches Wohnprojekt für verschiedene Generationen oder den Erwerb des Wohnstiftes Käthe-Loewenthal. Während seiner Vorstandstätigkeit hat sich die AWO Fürth zu einem mittelständischen Unternehmen mit 400 Mitarbeitern weiterentwickelt.

Im Jahre 2000 wurde er sowohl in den Vorstand des AWO-Bezirksverbandes Ober- und Mittelfranken, wie auch zum stellvertretenden Mitglied im AWO-Bundesausschuss gewählt. Beide Amtszeiten endeten nach einigen Wiederwahlen 2016. Seit rund 15 Jahren ist Willi Bluth Vorsitzender des Vorstandes der AWO-Stiftung „Soziales Engagement in Fürth“ und als solcher ständig bemüht neue Zustiftungen zu generieren.

Doch Bluths Engagement geht noch weit über die AWO hinaus: etwa in der Arbeitnehmer-Interessenvertretung bei AEG und einer  Betriebskrankenkasse, in der Baugenossenschaft Eigenes Heim als Aufsichtsrat und Vorstandsmitglied und als Schöffe beim Oberlandesgericht Nürnberg-Fürth.

Auch Gerhard Ermanns ehrenamtliches Wirken begann Anfang der 1970er Jahre. Seit 1971 singt „Mister Ronhof“ als aktiver Sänger im Liederhort Ronhof. Er lässt kaum eine Probe ausfallen und ist bei fast allen Auftritten dabei. Besonders am Herzen liegt ihm das Werben um neue aktive Sänger sowie der Nachwuchs.

Zweites großes Thema: die Ronhofer Kirchweih. Ebenfalls 1971 begann Ermanns Einsatz für die Brauchtumsveranstaltung, zunächst  als Kirchweihbursche und lange Jahre Gestalter des Gemüsewagens für den Kirchweihzug. 1988 wurde dieser eingestellt, aber auf sein Wirken hin zur 600-Jahr-Feier des Vorortes im Jahr 1996 wieder aufgenommen. Inzwischen ist er neben den Kirchweihburschen der Hauptverantwortliche für die Kirchweih die Organisation und Behördengänge betreffend. Seinem Engagement ist außerdem der derzeitige Kirchweihplatz zu verdanken, für den er einen Teil auf eigene Kosten gepachtet hat.

Vor 45 Jahren begann zudem die „Karriere“ Ermanns bei der Freiwilligen Feuerwehr Ronhof-Kronach. 1980 übernahm er den Posten des Schriftführers für die Wehr, den er exakt 30 Jahre gewissenhaft ausführte, um im Anschluss in den Vorstandsposten zu wechseln, den er bis heute innehat. In dieser Zeit fanden eine Fahnenweihe, zwei Gerätehausweihen, zwei Jubiläen und drei Fahrzeuginbetriebnahmen statt.

Seit 1993 zeichnet Ermann mit zwei Kameraden für das Weinfest der Feuerwehr Ronhof-Kronach verantwortlich. Nach und nach hat er die Organisation für die Veranstaltung ganz übernommen. Jedes Jahr nehmen zirka 250 Besucher daran teil.

2011 feierte die Feuerwehr 125-jähriges Bestehen, in dessen Rahmen Ermann ein dreitägiges Fest („ähnlich einer zweiten Kirchweih“) mit Musik und Zeltbetrieb organisierte. 

Von 1999 bis 2016 führte er zudem die Geschicke der Jugendfeuerwehr. 

Mit Erreichen des 63. Lebensjahres musste Gerhard Ermann den aktiven Feuerwehrdienst beenden. Seit 2009 ist Gerhard Ermann auch überörtlich im Stadtfeuerwehrverband der Stadt Fürth tätig. Zuerst als Kassenprüfer und seit 2011 als Vorstandsvertreter im erweiterten Gremium des Verbandes.

Weiterhin war Gerhard Ermann Ortsobmann im Auftrag des Bayrischen Bauernverbandes für die Orte Ronhof und Kronach, hat wichtige Funktionen im Wasserverband Knoblauchsland sowie bei der Flurbereinigung Ronhof inne und ist Mitglied im Kirchenvorstand der Gemeinde Wilhelm-Löhe-Gedächtniskirche.

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