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10.7.2018 - Stadtnachricht

Goldenes Kleeblatt für zwei Persönlichkeiten

Marianne Ecker und der ehemalige infra-Geschäftsführer Hans Partheimüller haben das Goldene Kleeblatt der Stadt Fürth erhalten. Es ist die dritthöchste Auszeichnung, die die Stadt vergibt. Oberbürgermeister Thomas Jung hat die Ehrung im Rahmen einer öffentlichen Stadtratssitzung durchgeführt; das Gremium hatte die Auszeichnung einstimmig beschlossen.

Marianne Ecker und Hans Partheimüller haben aus den Händen von OB Thomas Jung das Goldene Kleeblatt der Stadt Fürth erhalten. Foto: Wunder

Marianne Ecker ist seit 70 Jahren ehrenamtlich für das Bayerische Rote Kreuz tätig. Sie initiierte Projekte für Frauen, zum Beispiel den ersten Babytrödelmarkt im Fürther BRK, leitete Gesprächskreise für Eltern, die ein Kind verloren haben, für Frauen in der Lebensmitte, für Trauernde, begleitete Obdachlose und gab Erste-Hilfe-Kurse auch für Senioren und Migranten. Vor 20 Jahren gründete sie einen Gefängnisbesuchsdienst, den sie heute noch persönlich ausübt. Auch die Arbeit in der Obdachlosenambulanz und für die Fürther Tafel sind ihr Herzensangelegenheiten. Darüber hinaus ist sie in einer Vielzahl von weiteren Projekten aktiv und setzt sich für die Gleichstellung ein. „Marianne Ecker geht auch dahin, wo es weh tut“, betonte Oberbürgermeister Jung bei der Ehrung. Bei der Würdigung ihres Einsatzes zeigte sich die rüstige Dame bodenständig. Sie dankte allen für die „hohe Ehre“, fügte aber an: „Allein bringt man nichts zu Wege, die Auszeichnung gilt auch meiner Familie und meinen Mitstreiterinnen.“ Ans Aufhören denke sie noch nicht: „Solange der Kopf noch oben und die Füße noch unten sind, kann man immer noch was Gutes tun.“

Wie auch Ecker wurde anschließend Hans Partheimüller mit stehenden Ovationen vom Stadtrat bedacht. Der 60-Jährige erhielt das Goldene Kleeblatt pünktlich zum Eintritt in den Ruhestand. Mehr als zwei Jahrzehnte hatte er die Geschicke der infra geleitet.

Im Oktober 1997 begann er seine Karriere bei der Stadt als Leiter der Stadtwerke mit den Sparten Verkehr und Energie. Ein Jahr später wurden die U-Bahnhöfe Rathaus und Stadthalle eröffnet – die Kleeblattstadt war damit die kleinste Großstadt Deutschlands mit eigener U-Bahnstrecke. Auch auf dem Energiemarkt tat sich damals einiges. 1998 beschloss der Gesetzgeber die Liberalisierung des Strom-markts. Auf Betreiben Partheimüllers hin wurde der städtische Eigenbetrieb in eine 100-prozentige Tochter der Kommune, die infra   umgewandelt. Heute, so Jung in seiner Laudatio, werben in der Stadt rund 200 Strom- und etwa 150 Gasanbieter um die Energiekunden. „Trotzdem sind noch rund 85 Prozent aller Fürther Haushalte Kunden der infra.“ Bundesweit sei sie vor elf Jahren eines der ersten Unternehmen gewesen, die langfristige Verträge für Haushaltskunden angeboten habe.

„Die Energiewende hat Hans Partheimüller als Chance verstanden“,  lobte Jung. Heute werden in der Kleeblattstadt acht Prozent des Bedarfs über regenerative Energien gedeckt – in Nürnberg und Erlangen nur zwei.

Als weitere Meilensteine in der Ära Partheimüller nannte Jung den Bau des Fürthermare, die Sanierung des Stadelner Hallenbads, die Förderung von Elektromobilität etwa durch die Gründung des Lade-verbunds Franken+ und das äußerst erfolgreiche Bürgerbeteiligungsmodell.

Partheimüller, sichtlich gerührt von der Ehrung, wünschte seinen Nachfolgern – Marcus Steurer bei der infra und Rolf Perlhofer bei der WBG – „stets schwarze Zahlen.“ Er selbst sei froh, dass er an anderer Stelle noch ein bisschen weitermachen dürfe: Er bleibt in Verantwortung bei der WBG-Gruppe und der König-Ludwig-Stiftung.

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