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12.7.2004 - Stadtnachricht

Die Wiese der Goldenen Kleeblätter wächst

Die Stadt Fürth ist um drei Persönlichkeiten reicher, die mit dem Goldenen Kleeblatt ausgezeichnet wurden: Helga Krause, Tunay Duman und Dr. Franz Kimberger. Sie haben sich nach den Worten von Oberbürgermeister Dr. Thomas Jung "außerordentliche Verdienste um die Stadt Fürth" erworben.

Helga Krause ist als Vorstandsmitglied und langjährige 2. Vorsitzende der Kreisgruppe Fürth-Stadt des Bundes Naturschutz seit zwei Jahrzehnten ehrenamtlich für die Umwelt im Einsatz. Ihr Markenzeichen ist es, sich in kurzer Zeit in neue Fachgebiete einzuarbeiten, um den Bürgerinnen und Bürger dann mit kompetentem Rat zur Seite stehen zu können. So gründete sie 1983 die "Elterninitiative Umweltkrankes Kind", mit der sie Familien half, die von Pseudo-Krupp oder anderen durch Luftverschmutzung bedingten Krankheiten betroffen waren.

Nach der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl 1986 führte sie zahlreiche Messungen für besorge Bürger durch, um Lebensmittel im Hinblick auf eine radioaktive Belastung zu überprüfen. Helge Krause erwarb sich auch Kenntnisse über gesundheitliche Auswirkungen des Uranbergbaus und informierte darüber die Menschen in unserer Partnerregion Aue im Erzgebirge. Ausgehend von diesen Erfahrungen, machte sich die Umweltexpertin frühzeitig für die Förderung erneuerbarer Energien und hier besonders der Solarenergie stark. Auch die Ängste der Menschen vor der Strahlenbelastung durch Mobilfunkantennen nimmt sie sehr ernst: Seit dem Jahr 2000 befasst sie sich mit dem Thema und organisierte Messprogramme und setzt sich für niedrigere Grenzwerte ein. Neben diesem Engagement in Fürth und Umgebung war Helga Krause für die Umweltorganisation auch auf Landes- und Bundesebene aktiv.

"Sie sind seit zwei Jahrzehnten in Fürth als allzeit kompetente und geschätzte Ansprechpartnerin zu allen Fragen des Umweltschutzes bekannt", würdigte der Oberbürgermeister den ehrenamtlichen Einsatz in seiner Laudatio.

Das aktuell gute Miteinander ausländischer und Fürther Bürger ist nach Dr. Jungs Einschätzung maßgeblich Tunay Dumans Engagement zu verdanken. Der gelernte Apotheker lebt seit 1978 in Fürth und engagierte sich seit Mitte der 80er Jahre in der Ausländerkommission, dem Vorgänger des späteren Ausländer- und heutigen Integrationsbeirats. Drei Perioden lang füllte er von 1987 bis 1999 den Posten als Vorsitzender im Ausschuss Soziales und Gesundheit. Auch als Mitglied des Türkischen Kulturvereins, der vor wenigen Tagen sein 30-jähriges Bestehen feierte, war er sehr engagiert

1994 gehört er zu den treibendenden Kräften, die aus diesem Verein das Türkische Islamische Kulturzentrum Fürth ditib als eigenständigen Verein gründen und die Errichtung der Moschee in der Steubenstraße vorantreiben. Zur Zeit hat dieser Verein über 400 Mitglieder, sein Einflussbereich geht aber weit darüber hinaus. Im Herbst 2001 erwarb der Verein eigene Gebäude und leistete unter der Regie von Duman die notwendigen Umbauarbeiten und Sanierungen. Während der ganzen Jahre hat sich ditib zu einem der in Fürth aktiv tätigen Integrationsvereine entwickelt, dessen offensive Akzeptanzarbeit vor allem durch die Leistungen von Tunay Duman maßgeblich geprägt worden ist.

"Die Stadt Fürth war über Jahrhunderte bekannt dafür, dass Menschen unterschiedlicher Religion und Herkunft friedlich miteinander gelebt haben. Dass dieses Zusammenleben auch in der Gegenwart Stück für Stück ausgebaut und verbessert wird, ist zum großen Teil auch Ihr Verdienst", würdigte der OB das Engagement Dumans.

Als der Fürther Stadtrat in seiner April-Sitzung den Bau eines Thermalbades am Scherbsgraben beschlossen hat, so war das auch ein besonderer Tag für Dr. Franz Kimberger, den Dr. Jung als "den Fachmann in Sachen Fürther Heilquellen" bezeichnete. Mit seiner mehr als 20-seitigen Veröffentlichung in den Fürther Heimatblättern im Jahre 1972 hat Dr. Kimberger den Heilquellen und ihrer Geschichte ein erstes, ewiges Denkmal gesetzt. Bei seinen ausführlichen Recherchen kam es dem praktischen Arzt zugute, dass er sich seit den 60er Jahren sehr intensiv mit der Geschichte Fürths auseinander gesetzt hat.

Doch er beließ es nicht bei diesem einen Werk. Bis heute hat Dr. Kimberger rund 20 Veröffentlichungen zur Fürther Heimatgeschichte herausgebracht, darunter auch 1996 ein Gedichtband mundartlicher Gedichte. Hauptthema blieben jedoch die Geschichte der Fürther Heilquellen und Möglichkeiten ihrer Nutzung. Sämtliches Wissen gipfelte in dem gemeinsam mit seinem Sohn Rolf Kimberger im vergangenen Jahr herausgegebenen Buch "Bad Fürth - Wunschtraum und Wirklichkeit". Auf 175 Seiten informiert es über die Fürther Heilquellengeschichte umfassend und allgemeinverständlich. Jung zeigte sich zuversichtlich, dass die Stadt bis zur 1000-Jahr-Feier 2007 ein modernes Thermalbad für alle Bürgerinnen und Bürger einweihen kann.

Neben Kimbergers Engagement in Sachen Heilquellen würdigte der Oberbürgermeister auch dessen Einsatz für das BRK. So hat Kimberger in den 70er Jahren als Pilotmodell für Bayern und Deutschland den Notarztdienst im Kreisverband Fürth aufgebaut und im Jahr 1986 die Chronik "Geschichte des Roten Kreuzes Stadt und Landkreis Fürth in Bayern" herausgebracht.
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