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15.8.2006 - Stadtnachricht

OB: Mindestlohn überfällig

Erfreulicherweise sinken auch im Stadtgebiet Fürth die Arbeitslosenzahlen. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Situation im Juli 2006 um sechs Prozent verbessert.

Zugleich aber muss der Fürther Oberbürgermeister Dr. Thomas Jung erfahren, dass bereits fast 1000 Fürther Bürgerinnen und Bürger zwar Vollzeit arbeiten, aber zu ihrem Lohn ergänzende Leistungen aus Hartz IV-Mitteln erhalten.

Nach Auskünften der Verantwortlichen, Michaela Vogelreuther, Geschäftsführerin der ARGE Fürth, und der Leitung des Arbeitsamtes melden sich zwar immer mehr Fürther aus der Arbeitslosigkeit ab. Sie erhalten dann aber für Vollzeitjobs Gehälter, bei denen Stundenlöhne um 6,15 Euro keine Seltenheit sind. „Damit kann kaum ein allein stehender Erwachsener leben, in keinem Fall aber eine Familie ernährt werden“, so der OB. Für Jung ist es untragbar, dass immer mehr Vollzeitbeschäftigte von ihrem Lohn nicht einmal eine bescheidene Existenzsicherung für ihre Familie erreichen können.

In einem Schreiben an die Fürther Bundestagsabgeordneten und Arbeitsminister Franz Müntefering fordert der OB deshalb die Einführung eines Mindestlohns. „Ob die vernünftige Mindestgrenze bei 7 Euro oder 7.50 Euro liegt, vermag ich im Rathaus nicht zu beurteilen. Dass aber das eingetretene Lohndumping die soziale Stabilität unserer Gesellschaft bedroht, liegt für mich auf der Hand“, erklärt Jung in seinem Schreiben an die Politiker in Berlin. „Menschen, die Vollzeit arbeiten, sollten auch unabhängig von staatlichen Sozialsystemen leben können“, so der Kommunalpolitiker, der dies auch im Bayerischen Städtetag thematisieren will.

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