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14.7.2006 - Stadtnachricht

Planung für eine neue Feuerwache steht

Die Tage der 1908 erbauten, damals noch für Pferdekutschen konzipierten Feuerwache am Helmplatz sind endgültig gezählt. Denn nach zähem Ringen und einer langen Hängepartie erarbeiteten Oberbürgermeister Dr. Thomas Jung, die Feuerwehrleitung und die Regierung von Mittelfranken ein Konzept, das der Bauausschuss in seiner jüngsten Sitzung verabschiedete. Danach soll auf dem Gelände am Schießanger, wo jetzt die MTV-Turnhalle steht, eine neue moderne Wache entstehen. Der Baubeginn ist für das Jahr 2009 vorgesehen. Ein früherer Zeitpunkt ist nicht möglich, weil zuvor eine neue Turnhalle (Baubeginn 2007) errichtet und die marode MTV-Halle abgerissen werden muss. „Für den Sport in der Innenstadt gibt es zu der alten Sportstätte keine Alternativen“, erläuterte der OB bei einem Pressegespräch. Daher müsse zunächst eine neue Dreifachhalle stehen bevor das alte Gebäude abgerissen werden könne, um den Raum für das neue Feuerwehrgebäude zu schaffen.

Rechts- und Ordnungsreferent Christoph Maier, Pfleger Peter Pfann, Oberbürgermeister Dr. Thomas Jung und Feuerwehr-chef Christian Gußner.

Foto: Mittelsdorf



Die Planung geht auf das Ergebnis eines Architektenwettbewerbs zurück, der im Jahr 2001 abgeschlossen wurde. Allerdings mussten die Entwürfe, die von einem Gesamtkostenvolumen von 22 Millionen Euro ausgingen, auf Grund der schwierigen Haushaltslage und gesunkenen Zuschüssen eingedampft werden. So schlagen für den Bau der Turnhalle statt zehn fünf Millionen Euro zu Buche, die Kosten für die Feuerwache konnten um rund eine Million Euro reduziert werden.

„Wir haben auf den damals vorgesehenen Repräsentationsbau verzichtet und die Turnhalle zweckmäßig ausgestattet“, erklärte das Stadtoberhaupt. Was aber bei entsprechender Kassenlage korrigiert werden könne, da es sich um modulare Konzepte handle. So kann zum Beispiel eine ursprünglich vorgesehene und von den Vereinen gewünschte Zuschauertribüne für 1000 Besucher nachträglich installiert werden.

Auch die Feuerwehr hat sich bereit erklärt auf einen speziellen Raum für Feuerübungen zu verzichten. Auch hier gilt aber, dass Anbaumöglichkeiten ein späteres Nachrüsten ermöglichen. Peter Pfann, im Stadtrat Pfleger der Brandschützer, betonte ebenfalls, dass die Planung notwendige Erweiterungen zulässt und freute sich, dass endlich „eine vernünftige Lösung“ gefunden wurde. Rechts- und Ordnungsreferent Maier, der für die Feuerwehr verantwortlich ist, hob hervor, dass es sich bei der neuen Wache keineswegs um einen Prachtbau handelt. „Was die Kosten und Ausstattung betrifft, liegen wir am untersten Level, trotzdem freuen wir uns auf die Verbesserung.“

Die Bedingungen in dem alten Gebäude sind seit langem nicht mehr zeitgemäß. Zu schmale Ausfahrten, zu kleine und zu wenige Schlafräume und eine viel zu geringe Anzahl an Stellplätzen sind nur einige Beispiele für die beengten Verhältnisse. Ein wichtiger Bestandteil des Gesamtpaketes ist auch, dass die Feuerwehr auf eine eigene Mehrzweckhalle verzichtet, dafür aber die neue Turnhalle zum Sport nutzen kann.

OB Dr. Thomas Jung sieht in der neuen Planung nun ein „darstellbares Kostenvolumen“. Zur Finanzierung soll nach seinen Worten das alte Gebäude verkauft werden. „Uns kommt entgegen, dass die Nachfrage nach Wohnraum in Fürth weiterhin steigt“, sagte er. Da die Lage zum Wiesengrund sehr attraktiv sei, ist Jung zuversichtlich, dass sich die Erlöse im siebenstelligen Bereich bewegen. Trotzdem erwatet der OB, dass die Stadt abzüglich der Zuschüsse des Freistaats acht Millionen Euro aufbringen muss, die aber auf vier Haushaltsjahre verteilt werden können.

Dass der Stein endlich ins Rollen gekommen ist, freut den Leiter der Berufsfeuerwehr Christian Gußner und den Personalratsvorsitzenden Thomas Leßmann besonders. „Wir sind an unsere Schmerzgrenze gegangen, freuen uns aber über den Kompromiss“, bekannte Gußner. Und Leßmann betonte, dass Fürth auch mit dem Neubau im bundesweiten Vergleich zu den günstigsten Feuerwehren gehört.

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