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7.5.2009 - Stadtnachricht

Zufrieden mit dem Konjunkturpaket

Sehr zufrieden haben sich Oberbürgermeister Thomas Jung und Stadtbaurat Joachim Krauße über die Höhe der Fördermittel gezeigt, die im Rahmen des Konjunkturpakets II von Berlin nach Fürth fließen werden. „Wir sind gut im Rennen“, erklärte das Stadtoberhaupt, das von einer gerechten Verteilung in Mittelfranken sprach.

Für das Rathaus ist eine energetische Sanierung geplant, bei der Abwasser-wärme genutzt werden soll. Damit habe man bei der Antragstellung den Nerv der Förderrichtlinien getroffen, so Stadtbaurat Krauße.

Foto: Mittelsdorf

Zehn von zwölf eingereichten Projekten sind genehmigt worden, nach Aussage des Baureferenten überraschend viele. Einziger Wermutstropfen ist laut Jung, dass das Klinikum im Gegensatz zu anderen Krankenhäusern in Bayern nicht bedacht wurde: „Bei einer Förderung von insgesamt 9,6 Millionen Euro sind wir zwar nicht traurig, aber schade ist es schon.“

Der Großteil der Förderung soll für energetische Sanierungen, das bereits laufende, ehrgeizige Schulbauprogramm und für Kindertagesstätten verwendet werden. Etwa 15,6 Millionen Euro bringt die Stadt derzeit schon für Baumaßnahmen in den Schulen Soldnerstraße, Maistraße, Kirchenplatz, Hummelstraße (Burgfarrnbach), Adalbert-Stifter-Straße, in der Berufsschule I und in der Fachoberschule auf. Weitere sieben Millionen aus dem Konjunkturprogramm folgen nun. So werden im Heinrich-Schliemann-Gymnasium neue Fenster und Heizkörper eingesetzt und die Fassade mit einem Sonnenschutz versehen. Das Helene-Lange-Gymnasium erhält auch neue Fenster, eine Turnhallendachsanierung und eine solarunterstützte Warmwasseraufbereitung. Beim Altbau des Hardenberg-Gymnasiums sowie in den Grundschulen Zedern- und Seeackerstraße sind ebenfalls energetische Sanierungen vorgesehen. Mittel des Freistaats von knapp 1,5 Millionen Euro gehen für Renovierungsmaßnahmen an die Kiderlinschule. „Es wird an 13 Fürther Schulen gleichzeitig Baustellen geben“, erklärte der OB. Er könne sich nicht vorstellen, dass es so etwas in der Stadtgeschichte schon einmal gegeben hätte: „Die Phase bleibt sicher als die Zeit in Erinnerung, in der die meisten Schulen auf Vordermann gebracht wurden.“

Krauße sieht darin auch eine „immense Herausforderung und eine Herkulesaufgabe“ für die Verwaltung. Schließlich müssten alle Projekte des Konjunkturpakets neben den sonst anfallenden, üblichen Arbeiten verwirklicht werden. Und das bis 2011, sonst fließen keine Fördermittel.

Das gilt auch für die Vorhaben im Schloss Burgfarrnbach und Rathaus. In beiden Fällen sind energetische Sanierungen vorgesehen. Spektakulär ist dabei, dass für das zentrale Ämtergebäude die Nutzung der Abwasserwärme geplant ist. Ein Modell, mit dem man, so der Stadtbaurat, in Deutschland eine Vorreiterrolle einnehmen werde und mit dem man bei der Anmeldung den „Nerv der Bundesregierung“ getroffen habe.

Für die Verwirklichung der Projekte des Konjunkturpakets muss die Stadt einen Eigenanteil von 20 bis 25 Prozent leisten. OB Jung rechnet mit einer Summe von zwei bis drei Millionen. Dafür werde man Kredite aufnehmen, die aber durch geringere Energiekosten schon bald wieder ausgeglichen werden. Das Einsparpotenzial im Rathaus und Schloss liege bei 50 Prozent.

Sehr erfreut zeigte sich OB Jung, dass auch die Sanierung der Karolinenstraße und die Errichtung einer Lärmschutzwand in das Paket aufgenommen wurden. Für die lokale Wirtschaft erwartet er zwar positive Auswirkungen des Programms, warnt aber, diese zu überschätzen. So zeige sich das Fürther Handwerk weiterhin stabil, die Sorgenkinder, die exportorientierten Unternehmen, profitierten von dem Paket voraussichtlich nur wenig.

Die komplette Projektliste lesen Sie im Anschluss. Weitere Infos zum Konjunkturprogramm II gibt es bei der Regierung von Mittelfranken (Link im rechten Bereich dieser Seite).

Maßnahmen des Konjunkturpakets II in Fürth:

  • Stadtarchiv im Schloß Burgfarrnbach, Einbau neuer Fenster, einer Pelletheizung sowie Erneuerung der Heizungsanlage: 1 318 300 Euro.
  • Heinrich-Schliemann-Gymnasium, Einbau neuer Fenster und Heizkörper, Sonnenschutz an der Fassade: 927 500 Euro.
  • Kindergarten Waldringstrolche, energetische Sanierung Dach und Fassade, Einbau neuer Fenster: 397 200 Euro.
  • Grundschule Zedernstraße, energetische Sanierung Dach und Fassade, Einbau neuer Fenster: 606 000 Euro.
  • Helene-Lange-Gymnasium, energetische Sanierung Dach der Sporthalle, Einbau neuer Fenster, solarunterstützte Warmwasserbereitung: 1 000 000 Euro.
  • Kindergarten "Am Klinikum", energetische Sanierung Dach: 105 500 Euro.
  • Hardenberg Gymnasium, energetische Sanierung: 950 000 Euro.
  • Grund- und Hauptschule Seeackerschule, Erneuerung Flachdach-, Fassadendämmung und Fenster: 1 785 500 Euro.
  • Städtebau, Umgestaltung des Bereichs um das Gasthaus Krone Burgfarrnbach: 210 000 Euro.
  • Rathaus Fürth, energetische Sanierung: 980 800 Euro.
  • Lärmsanierung, Belagserneuerung der Karolinenstraße: 341 000 Euro.
  • Lärmsanierung, Errichtung einer Lärmschutzwand Südwesttangente: 626 000 Euro.
  • Kindergarten Fichtenstraße (Evang.-Luth. Kirchengemeinde), energetische Sanierung und Einbau eines Gasbrennwertkessels: 334 700 Euro.
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