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10.5.2022 - Stadtnachricht

Goldene Kleeblätter für fünf Persönlichkeiten

Im Rahmen einer feierlichen Festveranstaltung in der Stadthalle hat Oberbürgermeister Thomas Jung die dritthöchste städtische Auszeichnung an Dagmar Svoboda, Herwig Böhm, Peter Pfann, Reinhard Scheuerlein und Günther Schrems verliehen.

Goldene Kleeblatt-Verleihung

OB Thomas Jung (3. v. li.) überreichte im Rahmen einer Stadtratssitzung in der Stadthalle das Goldene Kleeblatt an Herwig Böhm, Dagmar Svoboda, Reinhard Scheuerlein, Günther Schrems und Peter Pfann (v.li.). Foto: Wunder

Insgesamt 21 Jahre lang gehörte Dagmar Svoboda dem Fürther Stadtrat an. Für die Wahlperiode 1996 bis 2002 wurde sie als Vertreterin von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN zur Stadträtin gewählt. 2005 rückte sie wieder für den verstorbenen Michael Pfeffer in das Gremium nach. Doch ihr politisches und gesellschaftliches Engagement bestand lange vor dem Einzug ins Kommunalparlament, ging weit über das Stadtratsmandat hinaus und besteht auch heute noch fort. Sie gehörte 1981 zu den GRÜNEN der ersten Stunde in Fürth. Im Vordergrund standen immer die Frauenpolitik, die Umwelt und der Klimaschutz.

Unter anderem hat sie zudem den Frauennotruf Fürth ins Leben gerufen und Selbstverteidigungskurse für Frauen organisiert.
Mit der Verlagerung ihrer Berufstätigkeit Ende der 1990er Jahre aus dem sozialen und kulturellen Bereich hin zum selbstständigen Einzelhandel kamen weitere politische Schwerpunkte dazu: Sie setzte sich verstärkt für Wirtschafts- und Finanzthemen ein, unter anderem in der eigens gegründeten Initiative „Kreative Einzelhändlerinnen“ sowie im Einzelhandelsverband Fürth.

Neben dem Sozialforum, dem Verwaltungsrat des Klinikums und dem Aufsichtsrat der VHS wirkte sie viele Jahre lang im Kulturausschuss, im Wirtschafts- und Grundstücksausschuss, im Finanz- und Verwaltungsausschuss und im Kirchweihausschuss. Als langjährige Pflegerin der städtischen Einrichtungen für Obdachlose und Übergangshäuser trat sie vor allem für bessere Lebensbedingungen und Integration ein und arbeitete mit Herzblut in der Wärmestube in der Hirschenstraße mit.

Herwig Böhm ist seit 1971 Mitglied im Kreisverband Fürth des Bayerischen Roten Kreuzes, 1973 trat er in die damalige Sanitätskolonne, der heutigen Bereitschaft Fürth, ein.
Zunächst als Rettungssanitäter und seit 1990 als anerkannter Rettungsassistent fährt er an Wochenenden und Feiertagen in Zwölfstundenschichten im Notfall- und Krankentransport sowie auch im Notarzteinsatzfahrzeug. Des Weiteren liegt ihm seit vielen Jahren auch der Hausnotruf sehr am Herzen, für den er Ehrenamtliche gewinnen konnte. Er selbst übernimmt viele ehrenamtliche Nacht-, Wochenend- und Feiertagsschichten.

Besonders im Jubiläumsjahr 2007 (1000 Jahre Fürth) war er viele Stunden mit den Planungen der Sicherheit und den Ausarbeitungen der zahlreichen zusätzlichen ehrenamtlichen Sanitätsdienste bei Veranstaltungen tätig, von denen er selbst auch viele übernahm. Seit weit mehr als 20 Jahren ist er ein wichtiges Mitglied des Katastrophenstabs der Stadt.

Im Jahr 2015 organisierte er den Sanitätsdienst und die medizinische Versorgung der Bürgerkriegsflüchtlinge in den Notaufnahmeeinrichtungen der Stadt Fürth. Er hat sich in der plötzlich hereinbrechenden Flüchtlingskrise zusammen mit seinen Rotkreuz-Kameraden im Kreisverband Fürth beispielhaft um die Schutzbefohlenen verdient gemacht und ihnen beigestanden.

Peter Pfann begann am 1. Mai 1990 seine politische Laufbahn als ehrenamtlicher Stadtrat für die Fürther CSU-Fraktion und engagierte sich bis zu seinem Ausscheiden am 31. Dezember 2021 in verschiedenen Gremien für die Anliegen der Fürther Bürgerinnen und Bürger. Unter anderem als Mitglied im Baubeirat, Verkehrsausschuss, Baukunstbeirat, infra-Aufsichtsrat und Zweckverband Sparkasse Fürth.

Dazu hatte Pfann mehr als drei Jahrzehnte das Amt des Pflegers der Fürther Feuerwehr inne – sowohl der Berufs- als auch der Freiwilligen Feuerwehr. Seit 1965 bereits hat er sich ehrenamtlich in der Feuerwehr engagiert. Zunächst als Gruppenführer in der FFW Steinach-Herboldshof, aber auch als Kassier, fast 20 Jahre lang als Kommandant, von 1982 bis 1997 als Stadtbrandmeister der Freiwilligen Feuerwehren der Stadt, von 1997 bis 2003 als Stadtbranddirektor. Er war auch Bereitschaftsführer im Katastrophenschutz, Stadtbrandinspektor und erster Vorsitzender der FFW Steinach-Herboldshof.

Pfanns Liste der weiteren Ehrenämter ist so lange, dass nur einige exemplarisch genannt werden können: So hat er sich etwa auch in der Evangelischen Kirche Großgründlach engagiert, in der Landjugend der Bayerischen Jungbauernschaft, im Kegelverein Steinach-Herboldshof, in seiner Partei CSU mit zahlreichen Ämtern, als Fachbeirat der Landwirtschaftlichen Lehranstalt Triesdorf, im Obst- und Gartenverein, als ehrenamtlicher Richter am Bayerischen Verwaltungsgericht, im BRK und bei der DLRG.

Besonders wichtig war und ist Pfann immer seine Familie gewesen, seine Frau Erna und seine vier Kinder sowie zahlreiche Enkel stehen bei ihm an erster Stelle.

Mit 13 Jahren trat Günther Schrems als Gründungsmitglied dem Posaunenchor der evangelischen Pfarrgemeinde Christus-Kirche Fürth-Stadeln bei. Er war lange Zeit Kassier und Schriftführer. Seit einigen Jahren ist er nun Obmann des Chores.

1962 trat Schrems als 14-Jähriger in den CVJM Stadeln e.V. ein. Seit vielen Jahren führt er die Vereinskonten und die Mitgliederlisten mit größter Genauigkeit. Zudem zeichnet er verantwortlich als Webmaster für den Internetauftritt des CVJM. Als der Umbau des Vereinsheimes anstand, beteiligte er sich mit unzähligen Arbeitsstunden an Maler- und Gartenarbeiten und der Mithilfe bei Elektroinstallationen.

Seit 1966 ist er in der Freiwilligen Feuerwehr Stadeln als aktives Mitglied engagiert und ist Beisitzer im Vorstand. Ebenfalls als Beisitzer im Vorstand ist Schrems im Heimat- und Volkstrachtenverein Stadeln dabei, dem er 1980 beitrat. Im gleichen Jahr wurde er bei der Jagdgenossenschaft zum stellvertretenden Vorstand gewählt und übernahm gleichzeitig das Amt des Schriftführers. Seit dem Jahr 2000 ist er Kassier.

Seit mehr als 19 Jahre ist er ununterbrochen gewähltes Mitglied des Kirchenvorstandes der Kirchengemeinde Christus-Kirche Stadeln und Vertrauensmann dieses Gremiums.
Für das Vereinskartell Fürth-Stadeln, dem Zusammenschluss aller Stadelner Vereine, ist er seit 1990 für den Posaunenchor aktiv. 2003 wurde er zum Kassier gewählt und übernahm zusätzlich 2005 den Vereinsvorsitz.

Reinhard Scheuerlein ist seit 1981 in der Kreisgruppe Fürth des BUND Naturschutz (BN) ehrenamtlich aktiv und unterstützte zunächst die verkehrspolitischen Aktivitäten, daneben kristallisierte sich als sein Schwerpunkt der klassische Naturschutz mit der praktischen Biotop- und Landschaftspflege heraus.

Die Planung und Umsetzung des „Naturnahen Schaugartens“ am Rande des Pegnitztals bei der Mainau war Thema seiner Diplomarbeit als Landschaftsarchitekt. Ihn unterstütze eine BN-Gartengruppe, die ihn beim Zaunbau, der Heckenpflanzung, beim Wegebau und der Erstellung des Gartenhäuschens halfen. Die Einweihung fand 1990 statt. Der Brunnen erhielt dann 1991 noch eine Pumpe mit Solarmodul für die Teichbewässerung. Regelmäßig werden dort Führungen und Pflanzentauschbörsen angeboten. 1989 konnte auch mit seiner Hilfe eine neue Geschäftsstelle in der Alexanderstraße 18 mit Umweltladen und Umweltberatung eröffnet werden. Seit 1994 engagiert er sich ehrenamtlich im Fürther Naturschutzbeirat.

2001 wurde Scheuerlein zum Vorsitzender der Fürther BN-Kreisgruppe gewählt und ist es seither geblieben. Er reichte zahlreiche Stellungnahmen zu Bebauungsplänen und Verordnungen der Stadt ein, organisierte unter anderem die „Aktion Krötenzaun“ an der Geißäckerstraße in Burgfarrnbach. 2019 organisierte er mit großem Erfolg die Öffentlichkeitsarbeit beim Volksbegehren „Rettet die Bienen“.

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