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13.9.2022 - Stadtnachricht

Kleines Jubiläum für große Aufgaben

„Wir müssen auch hier vor Ort eine eigene globale Verantwortung übernehmen, denn nur so lässt sich langfristig Wohlstand für alle Menschen weltweit erreichen.“ Mit dieser Aussage stellte Oberbürgermeister Thomas Jung im August 2017 ein neues Aufgabengebiet in der Stadtverwaltung vor: die „Kommunale Entwicklungspolitik“.

Im Zusammenwirken mit dem Thema fairer Handel entwickelte sich der neue Bereich, der zunächst zu 90 Prozent über eine Bundesförderung finanziert wurde, sehr schnell und sehr erfolgreich. Unter Philipp Abel, zuständiger Mitarbeiter im Bürgermeister- und Presseamt, nahm die Kooperation mit der tunesischen Stadt Midoun Fahrt auf. Mittlerweile arbeiten beide Städte gemeinsam an der Renovierung des Theaters in Midoun, vertiefen den Kulturmanagementaustausch, haben die Themen Bauschuttrecycling, Solarenergie und Geschlechtergerechtigkeit in Politik und Wissenschaft auf dem Programm. Während der Hochphase der Corona-Pandemie unterstützte Fürth das Krankenhaus in Midoun bei der Beschaffung lebenswichtiger Beatmungsanlagen.

Hauptstadt Fairen Handels

Die größte Anerkennung für die bisherige Arbeit ist die höchste Auszeichnung für faires kommunales Handeln in Deutschland: der mit 60 000 Euro dotierte Preis „Hauptstadt des Fairen Handels“, den die Stadt Fürth 2021 erhielt. Dritter Bürgermeister Dietmar Helm (re.) und Philipp Abel nahmen den Preis entgegen. Foto: Stefan Oliver Riese Engagement Global

Inzwischen hat sich aus dem Förderprojekt das Nachhaltigkeitsbüro der Stadt Fürth gebildet und gemeinsam mit seiner Kollegin Melanie Diller, die unter anderem den Prozess „Global Nachhaltige Kommune“ und das Zukunftsfestival „Fürth im Übermorgen“ verantwortet, treibt Abel auch den Bereich „Fairer Handel“ in der Kleeblattstadt weiter voran:
Seit 2017 hat sich Fürth insgesamt dreimal als „Fairtrade Stadt“ rezertifiziert. Hinzu kamen 2018 auch der Gewinn des Bayerischen Eine Welt Preises für die Etablierung des ersten Welthauses in der Metropolregion und die erste Fürther Fairtrade School mit dem Helene Lange Gymnasium. 2019 folgte die erste Eine Welt Kita in Mittelfranken mit der Villa Kunterbunt.
Auch Corona tat dem Wachstum des Fairen Gedankens in der Kleeblattstadt keinen Abbruch: 2021 konnte mit der Fürther VHS die erste Faire Volkshochschule in Deutschland ausgezeichnet werden und mit dem Hardenberg Gymnasium die zweite Fairtrade Schule. Hinzu kamen zwei Auszeichnungen der Metropolregion für Videoproduktionen über Fairen Handel.

Auch beim Thema Beschaffung machte Fürth sehr gute Fortschritte. 2019 gab es eine erste vertiefte Analyse, aus der eine Vielzahl von strategischen Maßnahmen beschlossen wurden. Mit Erfolg: 2021 und 2022 belegte die Stadt Fürth jeweils den ersten Platz bei der Datenerhebung zu Nachhaltiger Beschaffung der Metropolregion. Die Stadt konnte den höchsten Anteil an Ausgaben für zertifizierte Produkten pro Kopf in der gesamten Metropolregion nachweisen.

Insgesamt hat die Stadt in diesem Aufgabenbereich in diesen fünf Jahren über 400 000 Euro an Preisgeldern und Fördermitteln gewonnen; eine Reihe der erfolgreichsten Aktionen wurde in zahlreichen regionalen und überregionalen Artikeln besprochen.

Diese Bilanz war und ist aber nicht allein der erfolgreichen Arbeit im städtischen Nachhaltigkeitsbüro geschuldet, sondern auch der engagierten Unterstützung zahlreicher Akteurinnen und Akteure aus dem Welthaus, aus Organisationen, Vereinen, dem Stadtrat und der Stadtverwaltung.   

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