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19.11.2008 - Kunst & Kultur

Papierrestauratorin sichert Siegel

Etwa fünf Kilometer Archivalien lagern im Schloss Burgfarrnbach, darunter zahlreiche Exponate, die dringend restauriert werden müssen. Das schmale Budget erlaubt derzeit aber nur, dass die Ausstellungsstücke nach und nach für die Nachwelt aufbereitet werden. Eine Urkunde von Kaiser Karl V. stand nun ganz oben auf der Liste. Fast fünf Jahrhunderte ist das Dokument alt, das Siegel porös und zum Teil gebrochen, und auch das Papier wies bereits einige Risse auf.

Die Pinzette ist eines der wichtigsten Werkzeuge für Sonja Hassold. Die Restauratorin arbeitet gerade an der Siegelsicherung einer knapp 500 Jahre alten Urkunde.

Foto: Gaßner

Ein klassischer Fall für Papierrestauratorin Sonja Hassold, die sich im Auftrag des Stadtarchivs um das bedeutende Schreiben kümmert. Laut Leiterin Sabine Brenner-Wilczek, ist die staatlich geprüfte Restauratorin ein echter „Glücksgriff“. Denn hier in der Region ist die Zahl der Kunsthandwerker begrenzt.

Fingerfertigkeit und Wissen um verwendete Materialien sind gefragt, wenn man sich an die Restaurierung historischer Objekte macht. Wichtig ist vor allem, die damals verwendeten Naturstoffe zu kennen, um heute mit ähnlichen Substanzen arbeiten zu können. Im Fall der Urkunde von Kaiser Karl V. aus dem Jahr 1521 musste Sonja Hassold erstmal die Beschaffenheit des Papiers prüfen. Mit Streifen hauchdünnen Japanpapiers und Weizenstärkekleister, der besonders alterungsbeständig ist, klebte sie Risse.

Das Siegel befestigte sie mit Fischleim und griff auch hier auf natürliche Produkte zurück. Damit ist die Arbeit der Restauratorin noch nicht beendet, denn genauso umfassend wie die eigentliche Handarbeit ist die abschließende Dokumentation. Hier müssen die genauen Arbeitsschritte und verwendeten Materialien aufgelistet werden, damit sie bei weiteren Auffrischungsmaßnahmen berücksichtigt werden können.

Schließlich sollen Schätze wie die Urkunde, die übrigens aus dem Nachlass des Philosophen Hermann Glockner stammt, der Nachwelt lange erhalten bleiben. Die StadtZeitung informiert in loser Folge über bedeutende Schenkungen, interessante Archivübernahmen, verborgene Schätze des Schlosses sowie über die verschiedenen Berufsfelder wie Magaziner oder Archivar.

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