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Nachrichten von der Abfallwirtschaft

19.11.2021 - Umwelt

In der Biotonne ist kein Platz für Plastik

Aus Bioabfall wird wertvoller Humus und Kompost gewonnen. Deshalb ist auch genau geregelt, was in der grünen Tonne landen darf. Dennoch befinden sich zunehmend mehr "Störstoffe" im Bioabfall, Hauptproblem sind dabei (abbaubare) Plastiktüten. Das Amt für Abfallwirtschaft will dem jetzt entgegenwirken und hat deshalb die Kampagne "Biotonne ohne Plastik" gestartet.

Ortstermin im Stadtteil Ronhof: Marcel Hecht und Markus Heininger begutachten dort die zur Abholung bereitgestellten Biotonnen und werden gleich zu Beginn ihrer Kontrolle fündig. In jedem der zu einem Mehrfamilienhaus gehörenden sechs grünen Behältern liegen mit Biomüll gefüllte Plastiktüten. Die beiden Mitarbeiter der städtischen Müllabfuhr protokollieren die Fehlbefüllung und versehen die Biotonnen mit der "Roten Karte", die auf ihrer Rückseite auch Informationen zur richtigen Mülltrennung enthält.

Und nun? "Die Tonnen bleiben ungeleert und werden in den nächsten Tagen gesondert abgeholt", erklärt Walter Egelseer vom Amt für Abfallwirtschaft. Die mit Zusatzkosten verbundene Sondertour wird den Hauseigentümern natürlich berechnet. Für die drei Männer ist es "einfach unverständlich", warum gerade in Biotonnen immer wieder unzulässige Abfälle entsorgt werden. Bis zu zehn Prozent beträgt der Anteil von sogenannten Störstoffen im Fürther Biomüll. Die Palette reicht von Windeln, Tiereinstreu und Staubsaugerbeuteln über Obst- und Gemüsenetze, Glas, Zigarettenreste, Asche bis hin eben zu Plastiktüten. Deren Zersetzungsprozess kann bis zu 20 Jahren dauern.

Beim kurzen Blick in die Biomülltonne fand Marcel Hecht, Mitarbeiter der städtischen Müllabfuhr, gleich obenauf mehrere Plastiktüten. Diese und andere Störstoffe wie Metall, Glas, Windeln oder Tierkot haben aber in der grünen Tonne nichts zu suchen.
Foto: Ebersberger

Viele meinen es gut, und verwenden Biobeutel aus kompostierbarer Folie. Doch diese Tüten sind eher Mogelpackungen und gehören nicht in die grüne Tonne. Der Abbau dauert um ein Vielfaches länger als beim Biomüll selbst, die Folien werden nicht vollständig zersetzt, des Weiteren sind sie beim Sortieren von den üblichen Plastiktüten kaum zu unterscheiden. Die Folge: Biomüll landet – weil in Plastik verpackt – unnötigerweise in der Müllverbrennung oder auf der Deponie. In diesem Zusammenhang weist Heininger darauf hin, dass es in Fürth an rund 30 Abgabestellen (darunter auch die Recyclinghöfe sowie die Bürgerämter Nord, Mitte und Süd) kostenlose Papiertüten für den Bioabfall gibt. Auch könne Zeitungspapier verwendet werden. 

Die nun gestarteten, stichprobenartigen Kontrollen der Biotonnen im gesamten Stadtgebiet sind neben einer Anzeigenkampagne und dem Versand von Informationsblättern an Hausverwaltungen und Eigentümer eine weitere Maßnahme, um die Bevölkerung stärker zu sensibilisieren. "Saubere Abfalltrennung erspart Ärger sowie zusätzliche Kosten und schont zudem die Umwelt", so der Abfallexperte Walter Egelseer.

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