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19.5.2021 - Umwelt

Mehr Kapazitäten für die Hauptkläranlage

Die Stadtentwässerung Fürth (StEF) ist zuständig für die Sammlung, Ableitung und Behandlung der im Fürther Stadtgebiet sowie Nachbargemeinden anfallenden Abwässer sowie für die Klärschlammverwertung und -beseitigung.

Um für die Zukunft gewappnet zu sein, investiert die Stadt rund 33 Millionen Euro. In zwei Bauabschnitten soll die Anlage ausgebaut werden, um mehr über Reservekapazitäten zu verfügen. „Heute liegt die Ausbaugröße der Anlage bei 265 000 Einwohnerwerten, mittelfristig sind 330 000 vorgesehen“, berichtet Herbert Belian, Betriebsleiter der Kläranlage, bei einem Vor-Ort-Termin mit Oberbürgermeister Thomas Jung, Baureferentin und Erste Werkleiterin Christine Lippert sowie Gabriele Müller, Zweite Werkleiterin. „Wir wollen aber nicht die Einwohnerzahl auf 330 000 steigern“, betont der OB, vielmehr handle es sich um eine Rechengröße für die Abwasserreinigung. „Der Ausbau der Anlage ist entscheidend etwa für die Ansiedlungen von Industriebetrieben. Ohne funktionierende Stadtentwässerung gibt es keine Stadtentwicklung“, bringt es Lippert auf dem Punkt.

Zudem ist die bestehende mechanische Reinigungsstufe der Hauptkläranlage nicht mehr auf dem modernsten Stand und erheblich sanierungsbedürftig – auch wenn sich die Wasserqualität in den vergangenen Jahren deutlich verbessert hat. „Vor zehn oder 20 Jahren war es unvorstellbar, dass sich in unseren Flüssen Forellen und Hechte tümmeln“, so der OB.

Ausbau Hauptkläranlage

Der Neubau der Hauptkläranlage mit allen Anlageteilen soll noch in diesem Jahr in Betrieb gehen. Foto: Gaßner

 

Mit dem Neubau, der noch in diesem Jahr in Betrieb gehen soll, geht man in Sachen Modernisierung einen deutlichen Schritt: Mit der Einhausung bzw. Abdeckung wird Geruchsbildung vermieden, der maximal mögliche Klärungszufluss kann von 1650 Liter pro Sekunde auf bis zu 2157 gesteigert werden und der Klärschlamm kann noch effektiver von Schwermetallen, Schadstoffen und Verunreinigungen gereinigt werden. Durch die Vergärung des Klärschlamms und Photovoltaikanlagen soll die Hauptkläranlage ab dem kommenden Jahr zu 100 Prozent ihren Strom- und Heizungsbedarf selbst produzieren können. „Damit ist sie die erste Dienststelle, die Klimaneutralität erreicht“, freut sich der OB.

Nach der Inbetriebnahme der mechanischen Reinigungsstufe folgt außerdem noch die Sanierung der vorhandenen Vorklärbecken für die zukünftige Nutzung als Pufferbecken zum Ausgleich von Frachtspitzen und einer Prozesswasserbehandlungsanlage für Zentrate aus der Schlammentwässerungsanlage. Später ist dann noch der Umbau bzw. die Erweiterung der vorhandenen Belebungsbecken auf die erforderliche Behandlungskapazität geplant.

Rund 100 Millionen Euro werden laut Müller in den kommenden fünf Jahren investiert. „Die Summen, die hier investiert werden, sieht man nicht direkt“, weiß der OB. Aber es sei gut angelegtes Geld – für die Fürtherinnen und Fürther, die Stadtentwicklung und den Klimaschutz.

 

 

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