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3.7.2014 - Bauprojekte

Wertvolle Nachkriegskunst restauriert

Sie setzen sich seit vielen Jahren mit viel Engagement für den Erhalt von wertvollen Kunstwerken aus den 1950er und 1960er Jahren ein, die auf Gebäuden angebracht sind und drohen, energetischen Sanierungen zum Opfer zu fallen. Wandreliefs, Skulpturen und Fassadenmalereien zu retten, gelingt Kilian Angermaier, Bernd Kaag, Gerhard Ritter und Wilfried Höfler vom Arbeitskreis Kunst im öffentlichen Raum zwar nicht immer, doch in der Komotauer Straße 18-24 konnten sie wieder einen schönen Erfolg feiern.

Ein der Drahtplastiken, die die WBG-Gebäude in der Komotauer Straße ziert. Foto: Wunder

OB Thomas Jung (re.) und Rolf Perlhofer  (li.) freuen sich über die Sanierung der Drahtplastiken (im Hintergrund), die Restauratorin Alexandra Humphreys durchgeführt hat. Foto: Wunder

Denn die städtische Wohnungsbaugesellschaft (WBG) hat vier Drahtplastiken vor der Renovierung der Häuser abmontieren und von der Restauratorin Alexandra Humphreys generalüberholen lassen. Nun erstrahlt das Artefakt, das die vier Elemente Feuer, Wasser, Erde und Luft darstellt, in neuem Glanz und stellt wieder Schmuckstücke der Gebäude dar. 7000 Euro hat die Genossenschaft sich das kosten lassen. Gut angelegtes Geld, meint auch Oberbürgermeister Thomas Jung.

Wer Schöpfer des Kunstwerks ist, konnte laut dem technischen Leiter der WBG, Rolf Perlhofer, nicht ermittelt werden: "Ich vermute aber, dass es Gudrun Kunstmann war." Von ihr gebe es ähnliche Werke an anderen Wohngebäuden.

In der Nachkriegszeit war die Schaffung von Wohnraum eng mit Kunst verbunden und fast alle Baugenossenschaften engagierten Künstler. In Fürth waren das nach Auskunft der Arbeitskreismitglieder neben Kunstmann vor allem Hans Langhojer und Georg Weidenbacher. Zu finden sind ihre Werke in den Siedlungen – vor allem in der Südstadt, im Eigenen Heim und auf der Hardhöhe – die um 1950 entstanden.

Bereits im Jahr 2008 hatten die Kunstfreunde nach aufwändiger Recherchearbeit eine Dokumentation mit 75 Objekten – meist Wandreliefs und -gemälde, die die Szenen des Wiederaufbaus nach dem Zweiten Weltkrieg zeigen – erstellt und sie dem städtischen Baureferat übergeben. Ziel war dabei, ihr Vorhandensein wieder mehr ins Bewusstsein der Bevölkerung und der Hausbesitzer zu rücken und natürlich sie auch zu erhalten.

Leider ein Unterfangen, das nicht immer von Erfolg gekrönt ist. So verschwand in der Kurt-Schumacher-Straße ein Relief von Langhojer und Weidenbacher hinter einer Wärmedämmung. Die WBG verhalte sich nach Angabe der engagierten Streiter des Arbeitskreises im Gegensatz zu anderen Eigentümern deutlich kompromissbereiter und hätte den Wert der Werke schätzen gelernt.

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