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16.8.2016 - Bauprojekte

Fachakademie im Fürther Süden

Endlich eigene Räumlichkeiten: Die Fachakademie für Sozialpädagogik der Diakonie Neuendettelsau – seit ihrer Gründung im Jahr 2012 mit Domizil in der Berufsschule I in der Fichtenstraße – zieht in die Fürther Südstadt.

Hier soll die neue Fachakademie für Sozialpädagogik der Diakonie Neuendettelsau entstehen: Schulleiterin Irene Reiser, OB Thomas Jung, Architekt Andreas Baum, Bürgermeister Markus Braun und Diakonie-Rektor Mathias Hartmann stellten die Baupläne in der Südstadt, direkt neben dem Stadtjugendring vor. Foto: Wunder

Hier soll die neue Fachakademie für Sozialpädagogik der Diakonie Neuendettelsau entstehen: Schulleiterin Irene Reiser, OB Thomas Jung, Architekt Andreas Baum, Bürgermeister Markus Braun und Diakonie-Rektor Mathias Hartmann stellten die Baupläne in der Südstadt, direkt neben dem Stadtjugendring vor. Foto: Wunder

Bei der offiziellen Vorstellung des Standorts für das Bauvorhaben in der Fronmüllerstraße hatte Rektor Mathias Hartmann eine weitere gute Nachricht im Gepäck: „Gestern haben wir die offizielle staatliche Anerkennung erhalten.“ Für die Akademie bedeutet das, dass die Betriebskosten durch den Staat refinanziert werden. Die Diakonie musste mit der neuen Schule bisher zunächst mit erheblichen Eigenmitteln in Vorleistung gehen. „Mit der Schulgründung vor vier Jahren haben wir auf die Tatsache reagiert, dass pädagogische Fachkräfte auf dem Arbeitsmarkt dringend gesucht werden“, erklärte Hartmann, „auch wir haben als Träger zahlreicher Kitas in der Metropolregion das Fehlen von Fachkräften erheblich zu spüren bekommen und beschlossen, etwas gegen diesen Mangel zu tun.“ Die Entscheidung für die Kleeblattstadt sei gut überlegt gewesen – und habe sich als richtig erwiesen. „Wir haben immer noch weitaus mehr Bewerber als Plätze“, unterstrich diese These auch Schulleiterin Irene Reiser.

Derzeit besuchen 130 Studierende in fünf Regelklassen die Fachakademie und lassen sich zu Erzieherinnen und Erziehern ausbilden.  Fünf Jahre dauert die Ausbildung und umfasst je zwei Jahre Vorpraktikum und Theorie sowie ein Jahr Berufspraktikum. Da unter bestimmten Voraussetzungen ein Einstieg direkt in den Vollzeitunterricht der Theoriephase möglich ist, haben in diesem Jahr bereits die ersten 80 Absolventen die Akademie abgeschlossen, wie Reiser berichtete.

Das zweigeschossige Neubau wird aus Stahlbeton und Holz in Massivbauweise errichtet. Illustration: Baum Kappler Architekten

Ab dem Schuljahr 2018/2019, so plant Diakonie-Rektor Hartmann, sollen die Studierendenzahlen dann auf 260 bis 300 in zehn bis zwölf Regelklassen steigen und in den Neubau einziehen. Der platziert sich direkt neben dem Jugendzentrum alpha1 des Stadtjugendrings in der Fronmüllerstraße. Und in unmittelbarer Nähe zur städtischen Wirtschafts- und Realschule Hans Böckler, einer Grundschule, dem größten städtischen Hort und nicht zuletzt zur Wilhelm-Löhe-Hochschule im Südstadtpark, deren Trägerin ebenfalls die Diakonie ist. „Hier in der Südstadt entsteht quasi so etwas wie ein Bildungscampus“, freute sich auch Oberbürgermeister Thomas Jung. Als Mitglied des Kuratoriums der Diakonie hatte der Rathauschef die Kleeblattstadt selbst als Standort für die Akademie ins Gespräch gebracht. „Das ist ein 21-köpfiges Gremium, da gibt es keine Gefälligkeitsentscheidungen“, stellte er klar, „die Geschäftsführung prüft objektiv und nach strengen Kriterien.“ Nun freue er sich umso mehr, dass Fürth den Zuschlag erhalten hat: „Das ist ein Glücksfall für die Stadt.“

Ganz einfach sei die Suche nach einem geeigneten Grundstück nicht gewesen, sagte Schulreferent und Bürgermeister Markus Braun. Mit dem Standort sei man nun aber sehr zufrieden, die Nähe der unterschiedlichen Bildungseinrichtungen eröffne vielfältige Kooperationsmöglichkeiten, von denen alle profitieren könnten.

Für den zweigeschossigen Neubau aus Stahlbeton und Holz in Massivbauweise, für dessen Planung das Nürnberger Büro „Baum Kappler Architekten“ verantwortlich zeichnet, müssen sowohl ein bei den jungen Besuchern des Jugendzentrums sehr beliebter asphaltierter Sportplatz sowie ein Beachvolleyballfeld  weichen. Dafür, so Braun, werde hinter der Turnhalle ein Allwettersportplatz neu angelegt.

Rund 7,5 bis acht Millionen Euro veranschlagt die Diakonie für das Vorhaben, davon seien etwa drei Millionen Euro an Fördermitteln vom Kultusministerium zu erwarten, erklärte Hartmann.

 

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