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18.5.2017 - Bauprojekte

Jung und Alt unter einem Dach

Die Idee klingt vielsprechend und das Konzept zukunftsweisend: Unter dem Motto „Gemeinsam statt einsam“ steht das generationenübergreifende Wohnprojekt „Spiegelfabrik“, das auf dem Gelände einer ehemaligen Spiegelfabrik zwischen Lange Straße und Dr.-Mack-Straße in der Fürther Oststadt entstehen soll. Dieser Tage informierte sich Oberbürgermeister Thomas Jung bei einem Vor-Ort-Termin über die Entwicklung des alternativen Bauvorhabens, das Menschen unterschiedlichen Alters und Herkunft zusammenbringt.

So soll die Spiegelfabrik aussehen: Um ein Miteinander zu ermöglichen, sind die Wohneinheiten durch eine Außengalerie verbunden. Illustration: Heide & von Beckerath/Ponnie Images

Solidarisch, bezahlbar, nachbarschaftlich, gemeinschaftlich, ökologisch, integrativ – so beschreiben Brigitte Neumann, Thomas Roebke und Christian Stiegler von der Spiegelfabrik-Planungsgruppe und Bernd Borschel von der dazugehörigen Baugenossenschaft das Konzept des rund 17 Millionen Euro teuren Vorhabens. Geachtet wird vor allem auf den Altersmix der neuen Bewohner: So sollen jeweils in etwa ein Drittel junge Familien mit Kindern, ein Drittel 35- bis 55-Jährige und ein Drittel Senioren in der Spiegelfabrik ein neues Zuhause finden. „Die Nachfrage ist groß“, berichtete Roebke. Für die wenigen freien Einheiten suche man aber noch junge Familien mit Kindern. „Wichtig ist uns vor allem der soziale Charakter und das Miteinander“, so Roebke. Dennoch bestimme jeder für sich selbst, wie viel Kontakt gewünscht sei.

Rund 3200 Euro müssen Eigentümer pro Quadratmeter Wohnfläche zahlen. „Zu diesem Preis findet sich in dieser Lage nichts Vergleichbares“, erklärte OB Jung. Rückendeckung erhält das Vorhaben, das 2019 fertiggestellt sein soll, von der Stadt: Für rund 220 000 Euro hat sich die Kommune eine Einheit gesichert, in der ein Nachbarschaftsbüro als Begegnungs- und Beratungsstützpunkt für die Oststadt vorgesehen ist. „Das Konzept der Spiegelfabrik ist unkonventionell, innovativ, zukunftsfähig und ein Vorzeigeprojekt für die Stadtentwicklung“, so Jung.

Um auch Menschen mit schmalerem Geldbeutel für das Gemeinschaftsprojekt zu gewinnen, übernimmt die Spiegelfabrik Baugenossenschaft 20 der 58 Wohnungen. Sieben davon sind wiederum für Familien vorgesehen, die Wohngeld beziehen. Auch Flüchtlinge und eine Wohngemeinschaft der Lebens-hilfe werden in der Spiegelfabrik eine neue Heimat finden.

Auf Flexibilität setzen die Bauplaner bei der Architektur. So sind die 58 individuell gestalteten Wohnungen modular angelegt und können je nach Lebenssituation verkleinert, vergrößert, geteilt oder zusammengelegt werden. Um das generationenübergreifende Miteinander zu fördern, sind zudem Gemeinschaftsräume wie zum Beispiel eine Werkstatt, eine begehbare Dachterrasse und ein Saal für bis zu 90 Personen geplant.

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