9.11.2017 - Verkehr
Vernunft siegt über Fehlplanung

Mit großer Freude hat Oberbürgermeister Thomas Jung die heutige Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts in Leipzig (BVerwG) entgegen genommen. (Pressemitteilung des BVerwG unter https://www.bverwg.de/pm/2017/77). Damit endet eine über zwei Jahrzehnte andauernde Auseinandersetzung mit einem eindrucksvollen Sieg der Stadt Fürth und dem an ihrer Seite stehenden Aktionsbündnis, dem betroffene Landwirte ebenso angehören wie der Bund Naturschutz. Bei diesen engagierten Mitstreiterinnen und Mitarbeitern bedankt sich der OB ausdrücklich für die konsequente Unterstützung.

Diese Grafik zeigt den von der Deutschen Bahn geplanten und von der Stadt Fürth abgelehnten Verschwenk der neuen S-Bahn-Linie ins Knoblauchsland. Grafik: Baureferat der Stadt Fürth

Diese Grafik zeigt den von der Deutschen Bahn geplanten und von der Stadt Fürth abgelehnten Verschwenk der neuen S-Bahn-Linie ins Knoblauchsland. Grafik: Baureferat der Stadt Fürth

Die Entscheidung des BVerwG folge laut Jung exakt der Argumentation der Stadt Fürth. Spätestens nachdem der Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages 2011 einstimmig die Fürther Argumente als richtig gewürdigt hat, hätten die Bahn, das Bundesverkehrsministerium und das Bayerische Verkehrsministerium ihre Planung ändern müssen. Leider sei die Haltung der Stadt immer nur belächelt und Fürth letztlich von allen Ebenen im Stich gelassen worden. Daher mische sich in die Freude über den heutigen Erfolg auch ein kleiner Tropfen Bitterkeit. Denn die Entscheidung dokumentiere auch die Ignoranz der Deutschen Bahn und vieler staatlicher Stellen, die sich den durchweg vernünftigen Argumenten einer bayerischen Großstadt über Jahrzehnte verweigert und damit unnötig Zeit und Geld verschwendet hätten.

Jetzt aber blickt die Kleeblattstadt erleichtert nach vorne und unterstützt den Bau einer S-Bahn-Linie entlang der Bestandstrasse. Damit bleiben Stadeln und Vach auch an den Nahverkehr der S-Bahn angebunden; die Fahrzeiten sind kürzer, der Flächenverbrauch geringer.

OB Jung: "Diese Entscheidung ist ein Sieg nicht nur der Stadt Fürth, sondern auch der Vernunft. Ich bin den Unterstützern inklusive aller Parteien, die die Linie der Stadt überparteilich mitgetragen haben, sehr dankbar."

Die Presserklärung von Baumann Rechtsanwälte, die die Kläger gegen den Planfeststellungsbeschluss - darunter die Stadt Fürth - vertreten hat, und die des BUND Naturschutz, kann unter "Downloads" im rechten Bereich dieser Seite angesehen und heruntergeladen werden.

Copyright: © Stadt Fürth 2021
morelink: https://www.fuerth.de/desktopdefault.aspx/tabid-1158/2002_read-27001/