Panoramabild der Stadt Fürth, Link zur Startseite
Fürther Rathaus Wirtschaft Stadtentwicklung Leben in Fürth Tourismus eDienste
29.11.2018 - Bauprojekte

Stadt würdigt Sanierungsmaßnahmen

Jedes Jahr prämiert die Stadt Fassadenrenovierungen von öffentlich einsehbaren, den Charme Fürths prägenden oder unter Denkmalschutz stehenden Häusern. Denn das Stadtbild weiterhin nachhaltig zu verschönern ist ein erklärtes Ziel der Kleeblattstadt, die bezogen auf die Bevölkerungszahl die höchste Dichte an Baudenkmälern in Bayern aufweisen kann.

Und dies verfolgt die Stadt konsequent, wie Oberbürgermeister Thomas Jung bei der offiziellen Prämierung betonte. „Im Rahmen der Sparrunde vor einigen Jahren haben wir einige freiwillige städtische Zuschüsse gestrichen. Doch das Engagement und den teils immens finanziellen Einsatz von Hauseigentümer, die ihre Gebäude aufwändig sanieren, wollten wir auch weiter honorieren.“ Daher habe man trotz knapper Haushaltskasse an den Zuwendungen fest-gehalten.


2018 wurden folgende Objekte ausgezeichnet und mit einer Prämie von jeweils 3000 Euro bedacht:

Äußerst gelungen: MIP hat das Sudhaus der ehemaligen Humbser-Brauerei wieder in voller Pracht erstrahlen lassen. Foto: Bauaufsicht

Ehemalige Humbser-Brauerei – heutige Malzböden (Schwabacher-Straße 106)

Die ehemalige Brauerei Johann Humbser mit ihrem markanten Sudhaus und langgestrecktem Backsteinbau gilt als bemerkenswertes Beispiel zweier verschiedener Phasen industriellen Bauens. Die MIP Immobilien-Verwaltungs GmbH & Co. KG hat den historischen Gebäudekomplex in den vergangenen Jahren aufwändig saniert. Neben der mühevollen punktuellen Restaurierung der geschädigten Putz- und Kunststein-oberflächen stellte die Erneuerung der bauphysikalisch nicht mehr einsetzbaren großen historischen Fenster des Sudhauses eine – auch finanzielle – anspruchsvolle Aufgabe dar. Die nun verbauten Fenster entsprechen hinsichtlich der Teilung nicht nur dem historischen Vorbild, sondern wirken trotz der Erfüllung ihrer notwendigen neuen Eigenschaften vergleichbar filigran.  Die Fassade des Sudhauses erstrahlt als altbekanntes Merkzeichen der Fürther Südstadt wieder in neuer Pracht.

Aufwändig restauriert präsentiert sich das Anwesen in der Karolinenstraße 10. Foto: Gaßner

Karolinenstraße 10
Der dreigeschossige Mansardendachbau mit reich gegliederter Sandsteinfassade aus dem Jahr 1885 befand sich nach einem jahrzehntelangen Sanierungsstau in einem desolaten Zustand.  Das Dachtragwerk, weite Teile der Holzbalkendecken sowie insbesondere der Ziergiebel waren akut einsturzgefährdet. Mit hohem technischen und finanziellen Aufwand wurde das Gebäude wieder gesichert und umfangreich saniert. Ausgestattet mit neuen Fenstern – bei denen sogar die historischen Verschlüsse verwendet wurden – einer aufwändig restaurierten Haustür und Sandsteinfassade erstrahlt das Gebäude wieder nun in seinem ursprünglichen Glanz.

 

Nach historischem Vorbild ist das Erdgeschoss des Gebäudes Ludwigstraße 42 zurückgebaut worden. Foto: Gaßner

Ludwigstraße 42
Die Eigentümer des fünfgeschossigen Satteldachbaus mit Sandsteinfassade, reich dekoriertem Mittelerker und Walmdachzwerchhaus aus dem Jahr 1905 ließen die Ladeneinheit im Erdgeschoss wieder zurückbauen. Nach dem historischen Vorbild wurden die Fensteröffnungen wiederhergestellt. Besonders gut gelungen ist die gestalterische und farbliche Anpassung an den historischen Sandstein.

Nachdem die Sandsteinfassade aufwändig saniert worden ist, erstrahlt das Gebäude am Marktplatz 10 wieder in historischem Glanz. Foto: Gaßner

Marktplatz 10
Das Sandsteingebäude, Teil des Ensembles Altstadt, ist das Geburtshaus der Brüder Leo und Jean Mandel (erster Vorsitzender der Jüdischen Gemeinde nach dem Zweiten Weltkrieg). Im Zuge von Wartungsarbeiten wurden immense Schädigungen der Sandsteinfassade festgestellt, die die Eigentümer unter hohem finanziellen Auf-wand saniert ließen. Bei dieser Gelegenheit wurde die im Giebel ursprünglich vorhandene sandsteinerne Vase rekonstruiert und die Fassade erstrahlt nun wieder in ihrem historischen Glanz.

Die Fassade des Hauses in der Rudolf-Breitscheid-Straße 1 ist weitestgehend nach dem früheren Erscheinungsbild saniert worden.
Foto: Gaßner

Rudolf-Breitscheid-Straße 1
Der Erdgeschossbereich des vier-geschossigen Satteldachbaus mit Sandsteinfassade, Erker und Zier-giebel ist in den vergangenen Jahrzehnten vielfach den erforderlichen Nutzungen angepasst worden. So verschwanden nach und nach die hochglänzenden Keramikfliesen, die dann durch die Vorgaben der Denkmalpflege durch Sandsteinvorblendungen ersetzt wurden. Teils ließ der Bauherr die Fassade weitestgehend nach dem historischen Erscheinungsbild her-stellen. Eine aufwändige und anspruchsvolle handwerkliche Aufgabe wurde bestens umgesetzt und gibt dem Gebäude einen guten Teil sehr Wertigkeit wieder zurück.

 

zurueck Zurück Versendenversenden Druckendrucken
ImpressumAllg. DatenschutzinfoDatenschutz i. d. Fachbereichen
2021© Stadt Fürth
Sitemap Home Kontakt
Schnellsuche
erweiterte Suche
Bauaufsicht
(0911) 974-3162 und -3164
(Call-Center)
(0911) 974-3163 (Geschäftszimmer)

E-Mail senden