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17.12.2019 - Verkehr

Fürther Stadtverkehr ist jetzt eigenständig

Das war ein besonderer Betriebsbeginn für den Fürther Stadtverkehr: Am frühen Dienstagmorgen des 3. Dezember gegen 1.30 Uhr hat die Verkehrssparte der infra den Busbetrieb von der Verkehrsaktiengesellschaft Nürnberg (VAG) übernommen. Die Erleichterung, dass alles glatt gelaufen ist, war infra-Chef Marcus Steurer und Verkehrsbetriebsleiter Klaus Dieregsweiler am Vormittag beim Pressetermin anzusehen. Fast zwei Jahre, so Steurer, habe man bei der infra auf diesen Tag hingearbeitet. „Es war ein heftiger Kraftakt“, sagte er.

Alles ist reibungslos gelaufen“, konnten Oberbürgermeister Thomas Jung (re.) und infra-Chef Marcus Steurer zum Start des eigenständigen Verkehrsbetriebs vermelden. Foto: Wunder

Grund für die Neustrukturierung ist die EU-Verordnung mit der Nummer 1370/2007. Sie schreibt vor, dass städtische Verkehrsunternehmen nur noch im eigenen Stadtgebiet agieren dürfen, andernfalls müsste eine europaweite Ausschreibung erfolgen. „Und genau deshalb darf die VAG seit heute keine wesentlichen Verkehrsdienstleistungen mehr für den Fürther Busverkehr übernehmen“, erklärte Steurer die Situation, bei der die infra sich komplett neu aufstellen musste. Wobei „auf den Kopf stellen“, die Sache nach seinen Worten besser treffe. Der Verkehrsbetrieb musste den Stadtverkehr – mit Ausnahme der U-Bahn – in Eigenregie vollkommen neu aufbauen.

Die Konsequenz: Genügten bislang sieben infra-Mitarbeitende im Bereich Stadtverkehr, so geht die infra nun insgesamt mit rund 230 Personen an den Start, davon alleine rund 200 im Fahrdienst. Hinzu kamen zudem beispielsweise der Aufbau einer eigenen Leitstelle, die Anschaffung und Installation neuer IT-Systeme, neue Bordrechner in den Bussen für den Fahrscheinverkauf und neue Technik für alle Vorverkaufsstellen und das Kundencenter am Hauptbahnhof.

Wichtig für Oberbürgermeister Thomas Jung ist, dass sich für die Fahrgäste nichts ändert: Alle Fahrkarten gelten weiterhin – da Fürth nach wie vor Mitglied im Verkehrsverbund Großraum Nürnberg (VGN) ist, ändert sich auch nichts am Fahrkartensortiment und den Preisen. Zum ersten Mal gibt es nämlich keine Tariferhöhung für die Ticketpreise. Die VAG-Linien fahren weiter von Nürnberg nach Fürth und die infra-Linie 33 zum Nürnberger Flughafen ebenfalls.

Alle Verantwortlichen sehen in dieser Riesenaufgabe in Zukunft auch „Riesenchancen“, denn die infra habe mit der neuen Unabhängigkeit auch viel mehr Spielraum, um auf die speziellen Fürther Verhältnisse und Anforderungen einzugehen, so Steurer. Das geplante neue Kundenzentrum am Hauptbahnhof oder die gezielte Verknüpfung des ÖPNV mit weiteren Mobilitätsangeboten seien erste Bausteine. OB Jung betonte, dass die Stadt den Öffentlichen Nahverkehr weiter attraktiver machen möchte. „Mit neuen Buslinien, Busbeschleunigungsstreifen, einem 365-Euro-Ticket für Schüler ab 1. September 2020, kostenloses Fahren an den Adventssamstagen sind wir auf einem guten Weg.“  

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