26.8.2020 - Verkehr
Auf geradem Radweg bis zur Stadtgrenze

Der im Juni eröffnete, neu asphaltierte und verbreiterte Abschnitt des Pegnitztal-Radweges zwischen Röllinger- und Karlsteg erfreut sich bei Radlern großer Beliebtheit, rund 3500 Pedaleure nutzen täglich die komfortable Asphaltstrecke. 

Noch muss die vom neuen Streckenabschnitt kommende Radgruppe nach links Richtung Nürnberg abbiegen. OB Thomas Jung (li.) präferiert den geraden Weg. Hierzu müsste die Schotterpiste hinter ihm ausgebaut werden. Foto: Ebersberger

Für Fürths Oberbürgermeister Thomas Jung Grund genug, über eine knapp ein Kilometer lange Verlängerung bis zur Stadtgrenze nachzudenken. „Der Gedanke drängt sich auf, der Weg ist ja schon da“, so das Stadtoberhaupt und hat dabei den am Röllingersteg abzweigenden Schotterweg fest im Blick. Dieser würde auf geradem Weg nach Nürnberg führen, während die bereits vorhandene Variante eng und kurvenreich ist.

Ökologische Bedenken hat er dabei keine. Nach seinem Dafürhalten würden weder eine hochwertige Insektenwiese noch alte Bäume dem Vorhaben im Wege stehen. Der Pegnitztal-Radweg – er ist übrigens Bestandteil des Paneuropa Radweges Paris - Prag –  würde mit der neuen Fahrbahndecke und moderner LED-Beleuchtung weiter an Attraktivität gewinnen. Die Rad-Infrastruktur der Stadt würde weiter verbessert.

Noch aber seien dies „Gedankenspiele“, die es aber „wert sind geprüft zu werden“, erklärt Jung. Im Herbst wird sich der Stadtrat mit seinem Vorschlag beschäftigen. Zudem müssen die Verkehrsplaner ihr Ok geben und eine ökologische Einschätzung durch die Umweltamt-Experten erfolgen. Letztlich müssen auch die entsprechenden finanziellen Mittel bereitgestellt werden. Alles in allem zeigt sich Thomas Jung zuversichtlich und hofft auf eine „Realisierung in zwei bis maximal drei Jahren“.

Kritischer sieht er eine Verlängerung flußabwärts beim Karlsteg. Da stehen „gewaltige Baumriesen“ im Weg, die Weiterführung der vier Meter breiten Trasse bedarf dort einer wesentlich intensiveren Planung. „Dieser Baustein bleibt wohl erst nur Vision“, weiß Jung. Priorität hat der Lückenschluss bis Nürnberg.

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