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9.2.2007 - Bauprojekte

Thermalbad auf der Zielgeraden

Für Oberbürgermeister Dr. Thomas Jung ist die für Oktober geplante Eröffnung des Thermalbades einer der ganz zentralen Meilensteine, die der Stadtgeburtstag setzen soll. „Die neue Bäderlandschaft steht für die Nachhaltigkeit des Jahres 2007 und kann Fürth über Jahrzehnte hinweg eine neue Bedeutung in der Region geben“, erklärte das Stadtoberhaupt anlässlich des Richtfestes, bei dem er zusammen mit Betreiber Horst Kiesel ein Geheimnis lüftete. Hand in Hand zogen sie an einem Tuch und enthüllten den Namen der Einrichtung: „Fürthermare“.

Zusammen mit Betreiber Horst Kiesel (li.) enthüllte OB Dr. Thomas Jung ein Banner mit dem Namen des Thermal-bades.

Foto: Mittelsdorf

Für Jung, der schon zu Beginn seiner Amtszeit die Nutzung des „wertvollen Schatzes, der unter unserer Stadt fließt“, als ein wichtiges Ziel seiner Bemühungen bezeichnete, geht ein Jahrhunderttraum in Erfüllung, von dem er sich einen massiven Aufschwung für die Stadt verspricht. Die große Qualität des 33-Millionen-Euro-Projektes mit Thermal- und Spaßbad sowie Wellnessbereich, aber auch das wertvolle Heilwasser, das sich mit den bekannten Quellen in Bad Kissingen und Bad Windsheim messen kann, werde dafür sorgen, dass sich die „Fürthermare“ zu einem Anziehungspunkt für die gesamte Region entwickle. Ein neuer Steg über den Wiesengrund und die neue Uferpromenade sollen für die Anbindung der Innenstadt sorgen.

Spaßbad, Therme, Wellness – die Fürthermare bieten ein vielfältiges Angebot für die ganze Familie.

Grafik: Vitaplan Thermalbad GmbH & Co. KG

Zur Bäderlandschaft zählen auch weiterhin das Frei- und das Hallenbad am Scherbsgraben, die beide von der Betreibergesellschaft Vitaplan bereits aufwändig saniert und ausgebaut wurden. Der Anteil der Stadt beläuft sich auf das frühere Bäderdefizit von 1,8 Millionen Euro jährlich. Die Stadt zahlt 30 Jahre lang denselben Betrag und erhält – wie Jung sagte – „mehr Bad für genauso viel Geld“. Dafür bleiben die Eintrittspreise für das Freibad und die Hallenbäder in Stadeln und am Scherbsgraben auf niedrigem Niveau.

Die Thermalbadträume begannen 1901, als die Fürther bei der Suche nach Kohle auf das 460 Meter im Untergrund liegende und 22 Grad warme wertvolle Nass stießen. Nachdem erste Nutzungsversuche und das Kurbad am Ersten Weltkrieg scheiterten, wurden immer wieder Versuche zur Verwirklichung unternommen. Alle scheiterten, zuletzt in den 80er Jahren, als der Standort Kavierlein favorisiert wurde. Die entscheidende Idee, das Thermalbadvorhaben auf Grund der Synergieeffekte am Scherbsgraben zu realisieren, kam vom Geschäftsführer der infra fürth gmbh, Dr. Hans Partheimüller, und dem damaligen Bäderchef Wolfgang Greul. Nach einer Grundsatzentscheidung des Stadtrates im April 2004, einer europaweiten Ausschreibung und intensiven Bieterverhandlungen folgte im Frühjahr 2006 der Spatenstich. Dass nun schon Richtfest gefeiert werden kann und sich das Großprojekt bereits auf der Zielgeraden befindet, freut Partheimüller: „Das zeigt, dass sich auch in schwierigen Zeiten etwas bewegen lässt, wenn die Einbindung von privatem Kapital und Know-how gelingt.“

Angesichts des viel versprechenden Konzeptes von Betreiber Kiesel sind sowohl der infra-Chef als auch OB Jung vom wirtschaftlichen Erfolg überzeugt. Die drei tragenden Säulen Spaßbad mit drei großen Rutschen sowie einer vielfältigen Poollandschaft, Therme mit zahlreich unterschiedlich temperierten Becken und als ein Highlight eine Solegrotte sowie Wellnesslandschaft, mit unterschiedlichen Saunen und Dampfbädern ergänzt mit Hallen- und Freibad sorgen dafür, dass keine Wünsche offen bleiben. Badespaß für die ganze Familie und alle Generationen lautet nach Kiesel auch die Philosophie des Bäderkomplexes, wobei aber durch die klare Trennung der Angebote auch gewährleistet ist, dass sich jeder Gast optimal versorgt und wohl fühlt.

Der Betreiber ist sich zusammen mit OB Jung sicher, dass die „Fürthermare“ eines der schönsten Geschenke sind, die man Fürth zum 1000. Geburtstag machen kann und nun ein neues Kapitel der Stadtgeschichte aufgeschlagen wird.

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