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20.8.2008 - Bauprojekte

Erweiterungsbau für Jüdisches Museum

1999 bezog das Jüdische Museum Franken in Fürth die Räume eines über 300 Jahre alten jüdischen Wohnhauses an der Königstraße. Ein Neubau neben dem bisherigen Gebäude soll es ermöglichen, dass die erfolgreiche Arbeit des Museums fortgeführt und ausgeweitet wird.

So soll der geplante Neubau neben dem Jüdischen Museum (li.) aussehen, der eine Baulücke an der Königstraße schließen wird.

Foto: Altenberger

Die rund 800 Quadratmeter große Nutzfläche des Altbaus ist so verwinkelt, dass die historische Dauerausstellung bisher nie in vollem Umfang gezeigt werden konnte. Auf Grund des Platzmangels sind zudem die Verwaltung und die wissenschaftliche Bibliothek in die Nürnberger Straße ausgelagert worden.

Der Anbau soll in erster Linie der Erweiterung der Räumlichkeiten für Ausstellungen, Vorträge, Veranstaltungen und die Unterbringung der Verwaltung sowie der Bibliothek dienen. Doch neben der inneren Konzeption der Nutzungsmöglichkeiten ist Daniela Eisenstein, Leiterin des Jüdischen Museums Fürth, auch die Außenwirkung wichtig. Der Anbau soll nicht nur nützlich sein, sondern sich auch optisch ins Stadtbild einfügen und „als Katalysator für eine weitergehende positive Bauentwicklung im Stadtviertel wirken“.

Die wichtigsten Voraussetzungen sind erfüllt: Die Stadt hat das Nachbargrundstück für den Anbau erworben, dessen zukünftige Konzeption in einem Realisierungswettbewerb für Architekten ermittelt wurde. Auf den im Februar dieses Jahres ausgeschriebenen Architekturwettbewerb „Neubau Jüdisches Museum Franken in Fürth“ hin reichten rund 400 Bewerber ihre Entwürfe ein, 30 Architekten stellten ihre Ideen und Modelle vor.

Die Jury wählte den Entwurf der Arbeitsgemeinschaft Ulrich Manz, Christoph Gatz und Martin Kuntz einstimmig auf den ersten Platz. Das würfelartige Konzept der Architekten basiert auf einem Erweiterungsbau, durch den – im Unterschied zu einem Anbau – das alte Museumsgebäude in vollem Umfang erhalten bleibt, da die beiden Bauten lediglich durch einen Gang und den Innenhof miteinander verbunden werden. Dem Altbau wird demnach nicht einfach ein liebloser „Glaspalast“ gegenüber gestellt, sondern „eine wohldurchdachte Konstruktion mit natürlichen Lichteffekten“, wie es heißt.

Auf seinen etwa 700 Quadratmetern soll der Neubau unter anderem auch das neue Museumscafé sowie die wissenschaftliche Bibliothek enthalten, damit sie unabhängig von den Öffnungszeiten des Museums besucht werden können. Stadtbaurat Joachim Krauße ist vor allem von der „Unaufdringlichkeit des Entwurfs“ begeistert, der sich durch eine Vielzahl feiner Besonderheiten auszeichnet.

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