8.8.2008 - Bauprojekte
Verkaufsstart für Sanierungsprojekt

Schmunzelnd deutet Stadtbaurat Joachim Krauße auf das Modell, das auf einem Stehtisch vor dem früheren Baureferat steht. Er zeigt auf ein Fenster seines ehemaligen Büros und sagt: „Mit so einem Balkon hätte es mir damals noch besser gefallen, denn der Ausblick ist von hier aus phantastisch.“

Stadtbaurat Krauße (li) ist von den Plänen zur Umwandlung seiner früheren Wirkungsstätte begeistert. Im Bild v. li.: Architekt Loebermann, P&P-Verkaufsleiter Eschbach, Peter und OB Jung.

Foto: Mittelsdorf

Eine Aussage, die Michael Peter, Geschäftsführer der P&P Gruppe Bayern nur unterstreichen kann: „Die Besonderheit an diesem Projekt ist die Ecklage hier in der Rudolf-Breitscheid-Straße, im Norden der Stadtpark, wo man flanieren und sich erholen kann, und im Westen die Freiheit sowie die Fußgängerzone mit den Einkaufsmöglichkeiten und den kulturellen Angeboten.“

Der Trend gehe immer mehr zum Wohnen in der Innenstadt, weiß der Experte für Altbausanierungen. Immer mehr Menschen wollen nach seiner Aussage vom Land in die City. Das gelte vor allem auch für ältere Paare, die zwar auf ihren Terrassen und Balkonen von Grün und Pflanzen umgeben sein wollen, denen aber die Pflege eines Gartens zuviel geworden sei. Daher hat der Bauunternehmer, der zum Beispiel mit dem Kopfbau im Südstadtpark, mit dem früheren Otto-Schulhaus oder zuletzt dem Carrera-Gebäude und dem Carrée Verde im Atzenhofer Golfpark erfolgreich tätig war, auch nicht gezögert, mit der früheren Bauverwaltung ein weiteres unter dem Titel City Central laufendes Projekt in Angriff zu nehmen.

Ziel ist einmal mehr, hochwertigen und modernen Wohnraum zu schaffen, der auf die Bedürfnisse der potenziellen Bewohner zugeschnitten ist. „Daher haben wir die Wohnungen allesamt altersgerecht und barrierefrei konzipiert“, erklärt Peter anlässlich des Verkaufsstarts, der dieser Tage im Beisein von Stadtbaurat Krauße und Oberbürgermeister Thomas Jung stattfand. Betrachtet man das Modell, kann man den früheren Behördensitz kaum wieder erkennen. Die meisten der insgesamt 23 Wohneinheiten zwischen 57 und 130 Quadratmeter Fläche sind mit Terrassen oder Veranden versehen. Der Westteil des Komplexes wird mit zwei Geschossen zu einer Art Turm aufgestockt. „Zusammen mit unserem Architekt Wolfgang Loebermann ringen wir bei jedem Vorhaben um spezielle Lösungen, die eine moderne und attraktive Architektur und Innenausstattung ermöglichen“, betont der P&P-Geschäftsführer und fügt hinzu: „Unsere Produkte sind nicht von der Stange.“

Das ist sicher ein Geheimnis für den Erfolg, den das Unternehmen vor allem in der Kleeblattstadt feiert. Die Wohnungen im Carrera-Gebäude sind komplett verkauft, die des Carrée Verde zur Hälfte. Und obwohl noch keine Werbemaßnahmen ergriffen wurden, ist P&P bei der Vermarktung von City Central bereits soweit, dass schon zum Verkaufsstart vier Notartermine vereinbart sind. Kein Wunder also, dass Jung von einer Entwicklung spricht, die „an die Wirtschaftswunderjahre erinnert.“

Das Engagement von Michael Peter in Fürth ist, so der OB, ein Segen für die Innenstadtsanierung. Und auch Stadtbaurat Joachim Krauße sieht einen Wendepunkt in der Stadtentwicklung überschritten: „Wir müssen aber weitermachen und dürfen in unseren Anstrengungen nicht nachlassen, denn es gibt in Fürth dank der Denkmaldichte noch viele Schätze zu heben.“ Ein Vorhaben, bei dem P&P weiterhin kräftig mitmischen will.

In der Altstadt steht als nächstes der Umbau der Zentralgarage auf dem Programm, in der Steubenstraße zwei Armeegebäude. Ein weiteres Projekt könnte das Feuerwehrgebäude am Helmplatz sein. Nach dem Bau eines neuen Domizils am Schießanger in den kommenden Jahren wird es frei. Auf Grund der Lage am Pegnitzufer ein Schatz, den Michael Peter sehr gerne heben würde.

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