12.2.2009 - Bauprojekte
Historisches Pflasterzollhaus wird saniert
Die langjährigen Bemühungen, das frühere Pflasterzollhaus auf der Billinganlage einer neuen Nutzung zuzuführen, haben ein erfolgreiches Ende gefunden. Im Sommer zieht das von Michael Hößl betriebene Espressohaus, das bis vor Kurzem auf der gegenüberliegenden Straßenseite beheimatet war, in das Gebäude ein.

Historisches Pflasterzollhaus wird saniert

Im vergangenen Jahr konnte der Brunnen im Betrieb genommen werden. Nun folgt die Sanierung des Pflasterzollhäuschens (links hinten).

Foto: Mittelsdorf



Für Oberbürgermeister Thomas Jung eine „zukunftsträchtige Lösung mit Substanz, die nachhaltig ist und der Denkmalstadt Fürth gerecht wird“, da das historisch wertvolle Bauwerk erhalten werden kann. Ein weiterer positiver Aspekt ist, dass die Stadt dafür kein Geld aufbringen muss. Die Firma RegionalKonzept um Geschäftsführer Dieter Christoph hat einen Plan entwickelt, wonach die Stiftung Baukultur und Denkmalschutz das Pflasterzollhaus in Erbpacht von der Kommune übernimmt, es aufwändig saniert und dann an Hößl langfristig vermietet: „Die Gesamtinvestition in Höhe von rund 300 000 Euro wird über Städtebaufördermittel, einer Spende der Sparkasse Fürth, Mieteinnahmen sowie Zuwendungen Dritter ermöglicht“, so der Finanzierungsexperte.

In Zukunft verkauft Hößl, dessen Geschäft im Augenblick noch in der Hardstraße 150 zu finden ist, im Pflasterzollhäuschen hochwertige Kaffeeprodukte und -maschinen. Darüber hinaus werden leckere Getränke wie Espresso oder Cappuccino ausgeschenkt, bei schönem Wetter auch im Kirschenhain der Billinganlage.

Jung verspricht sich davon eine weitere Belebung des zentralen und bekannten Stadtplatzes: „Nachdem im vergangenen Jahr der Brunnen in Betrieb genommen wurde, können wir nach der Sanierung des Zollhäuschens die Großbaustelle Billinganlage endlich erfolgreich beenden.“

Der Baubeginn für denkmalgerechte Instandsetzung des Gebäudes erfolgt dieser Tage. Spätestens zum 1. August soll das neue Schmuckstück bezugsfertig sein. Horst Ohlmann, Vorstand der Deutschen Stiftungstreuhand, sucht noch Förderer für das über 100 Jahre alte Haus, das einen wichtigen Bestandteil der Stadtgeschichte darstellt: „Stifter können bei diesem Vorhaben dazu beitragen, Werte zu erhalten und auch konkret durch steuerliche Vorteile profitieren.“ Zudem fänden Menschen, die sich mit ihrer Nachlassplanung beschäftigen, hier die Möglichkeit, ihr Vermögen dauerhaft zur Stärkung ihrer Heimat einzusetzen.

Weitere Informationen dazu gibt es bei der Firma RegionalKonzept unter Links im rechten Bereich dieser Seite.

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