20.7.2009 - Stadtnachricht
Transparenter Energieverbrauch

Seit 1. Juli müssen in öffentlichen Gebäuden mit über 1000 Quadratmetern Nutzfläche Energieausweise deutlich sichtbar ausgehängt werden. Dieser Tage präsentierten Stadtbaurat Joachim Krauße, Thomas Hofmann von der städtischen Gebäudewirtschaft (GWF) und Florian Büttner vom Institut für Energie und Gebäude der Georg-Simon-Ohm-Hochschule (IEG) den ersten Ausweis, der den Heizenergie- und Stromverbrauch des Rathauses anzeigt.

Stadtbaurat Joachim Krauße, Florian Büttner vom Institut für Energie und Gebäude und Thomas Hofmann von der GWF (v. li.) präsentieren die ersten Energieausweise für städtische Häuser.

Foto: Gaßner

In Zusammenarbeit mit der IEG hat die GWF die Daten der vergangenen Jahre erfasst und analysiert, um einen aussagekräftigen Richtwert für die einzelnen städtischen Gebäude zu ermitteln. In der Regel müssen die Werte der zurückliegenden drei Jahre berücksichtigt werden. In Fürth ging man einen Schritt weiter: In die Statistik sind bereits die Verbrauchszahlen aus den 1990er Jahren einbezogen, um fundierte vergleichbare Zahlen zu erhalten, die zum Beispiel bei zukünftigen Sanierungsmaßnahmen einberechnet werden.

Während der Energieausweis für das Rathaus einen geringen Heizbedarf nachweist, ist der Stromverbrauch erhöht. Ursache hierfür: der städtische Serverraum muss gekühlt werden. Ein Sachverhalt, der laut Krauße nicht so einfach zu beheben ist. Auch für weitere öffentliche Gebäude liegen die Daten bereits vor. Positiv fallen die Werte für das Stadttheater aus. Hier konnte mit der Sanierung im Jahr 2002 der Energiebedarf deutlich gesenkt werden. Als Negativbeispiel dient die Berufsschule I. Selbst der neue Heizkessel brachte kaum Einsparungspotenzial, da die 13 000 Quadratmeter große Fläche nur schwer zu heizen ist. Hier sei man, so Krauße, noch auf der Suche nach einer zufriedenstellenden Lösung.

Copyright: © Stadt Fürth 2021
morelink: https://www.fuerth.de/desktopdefault.aspx/tabid-665/1132_read-17726/