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15.10.2010 - Umwelt

Zukunftsprojekt für Energieversorgung

Bereits seit fünf Jahren gibt es sie – die Vision von der Stromversorgung mit Biogas. Mit dem Spatenstich für das Bio-Energie-Zentrum (BEZ) wird sie jetzt nach langer Diskussions- und Planungsphase Wirklichkeit. Das 17 Millionen Euro teure Projekt der infra fürth gmbh, das seinen Platz auf der Seckendorfer Höhe in Cadolzburg haben wird, soll bereits im Herbst 2011 in Betrieb gehen. Hier wird dann mit nachwachsenden Rohstoffen wie Mais und Graspflanzen durch Gärung Biogas erzeugt, das in das Stromnetz eingespeist wird. Die eigens dafür gegründete Biomasseliefergesellschaft BMLG, ein Zusammenschluss aus regionalen Unternehmen, stellt die Rohstoffe zur Verfügung.

Gemeinsamer Spatenstich: Die BMLG-Geschäftsführer Rainer Tiefel und Ralf Wagner, Manfred Zischler (infra), Herbert Bloß, Johannes Strobel, Bürgermeister Bernd Obst, OB Thomas Jung, Landrat Matthias Dießl, infra-Chef Hans Partheimüller und Josef Pscheidt (infra) v. li. geben den Startschuss für den Bau der Biogasanlage. Foto: Mittelsdorf

Oberbürgermeister Thomas Jung lobt vor allem die Effizienz des ‚‚Meilensteinprojektes’’. Neben der Stärkung der heimischen Landwirtschaft sei es möglich, durch das Biogas 6000 Haushalte mit Strom und 2000 Haushalte mit Fernwärme zu versorgen, was den Kohlenstoffdioxod-Ausstoß um 17 400 Tonnen pro Jahr reduziere, so Jung. Außerdem könne man dadurch vier bis sechs Prozent an der Versorgung mit Erdgas einsparen. Der Fürther Rathauschef strich heraus, dass er aufgrund der immer knapper werdenden Ressourcen für eine nachhaltige Zukunft weiter auf regenerative und alternative Energieträger wie Solar- oder Biogasanlagen setzen werde.

Im Vorfeld hatte der Bau der Biogas-Anlage besonders bei Anwohnern Kritik ausgelöst. Landrat Matthias Dießl, der sich den befürchteten Beeinträchtigungen angenommen hat, ist davon überzeugt, dass sich diese aufgrund von modernster Technik größtenteils aufheben. So werden beispielsweise Gerüche, die bei der Gärung der Biomasse entstehen, stark reduziert. Nur auf einer Distanz von unter hundert Metern können sie überhaupt noch wahrgenommen werden. Auch das höhere Verkehrsaufkommen, das mit dem Transport der Rohstoffe zur Anlage einhergeht, beschränke sich ausschließlich auf die Erntemonate und sei mit einer erwiesenen Steigerung von nur rund 70 Fahrzeugen pro Tag tragbar.

Auch infra- Geschäftsführer Hans Partheimüller sieht vor allem die Vorteile, die mit dem Bau des BEZ einhergehen. ‚‚Mit der Nutzung regionaler Vorkommnisse für die Biogas-Herstellung betreiben wir eine nachhaltige Kreislaufwirtschaft.’’, so Partheimüller, der zudem betont, dass die Anlage schlussendlich den Bürgerinnen und Bürger zugute kommt.

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