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15.2.2010 - Verkehr

Nein zum geplanten S-Bahn-Verschwenk

Die Stadt Fürth begrüßt grundsätzlich den Bau der S-Bahn Nürnberg-Fürth-Erlangen. Im Rathaus wird über alle Partei­gren­zen hinweg, eine Trassenführung in Form des so genannten S-Bahn-Verschwenk über Fürth-Steinach durch den Wäsig und das Knoblauchsland abgelehnt.

Diese Grafik zeigt den von der Deutschen Bahn geplanten und von der Stadt Fürth abgelehnten Verschwenk der neuen S-Bahn-Linie ins Knoblauchsland.

Grafik: Baureferat

Die ursprüngliche Idee war, einen dort vor Jahrzehnten geplanten Gewerbepark zu erschließen. Jetzt würde die Strecke (siehe Foto rechte Trasse) aber sinnlos über Ackerland führen, der bestehende Halt am Bahnhof Vach nach den Vorstellungen der Bahn dauerhaft entfallen. Die Folge wäre eine Verschlechterung der Nahverkehrsversorgung für die Bürger aus Vach, Mannhof und Stadeln. Die Erschließung des neuen Haltepunkts „In der Schmalau“ würde zudem nicht die Deutsche Bahn finanzieren, sondern die Kosten müsste die Stadt übernehmen.


Videoanimation zur bestehenden Strecke

Die Stadt Fürth hat sich von Anfang an dafür ausgesprochen, die S-Bahn parallel zu der bestehenden Strecke, mit Erhalt des Bahnhofs Vach, zu führen und zugleich einen neuen S-Bahn-Halt in Stadeln-Süd auf der Höhe der Bahnüberführung der Stadelner Hauptstraße zusätzlich einzurichten. Die Vorteile liegen dabei klar auf der Hand:

  • bessere Anbindung mit Bussen und Personenkraftwagen
  • bessere Anbindung für Stadeln, Vach und Mannhof
  • aktiver Lärmschutz für die Bürgerinnen und Bürger in Stadeln und Herboldshof durch Lärmschutzwände entlang der bestehenden Bahnstrecke; beim Bau des Verschwenks würden entlang der Bestandsstrecke keine Lärmschutzwände errichtet
  • geringerer Flächenverbrauch der wertvollen Landschaft
  • kürzere Fahrzeiten der S-Bahn, da die Bestandsstrecke auch kürzer ist
  • keine Unterbrechung vorhandener Straßen und Wege, die der Verschwenk mehrfach verursacht
  • Schutz des bestehenden Landschaftsbildes, da keine bis zu zehn Meter hohen Bahndämme erforderlich wären
  • keine Zerstörung geschützter Landschaftsbestandteile, wie den Wäsig als Bestandteil der „Sandachse Franken“
  • für die Errichtung der Bahndämme des S-Bahn-Verschwenks wären bis zu 25 000 Lastkraftwagen-Ladungen erforderlich, die auf dem bestehenden Straßennetz angeliefert werden müssten.

Videoanimation zum von der DB geplanten S-Bahn-Verschwenk

Jetzt ist der Bundesverkehrsminister eingeschaltet. Es besteht Hoffnung, dass das neu gegründete Aktionsbündnis „Pro S-Bahn ohne Verschwenk“ gemeinsam mit der Stadt Fürth Erfolge erzielt. Harald Riedel, Stadtrat und Sprecher des Bündnisses, dazu: „Unser Ziel ist es, auf politischer Ebene einen Stopp der bisherigen Planungen zur erzielen, eine Klage und gerichtliche Auseinandersetzung kann nur die letzte Notlösung sein.“

Oberbürgermeister Thomas Jung, der seit Jahren für den Erhalt der Stammstrecke und gegen den S-Bahn-Verschwenk kämpft, freut sich über die neue Unterstützung auch aus Berlin und der Bürgerschaft. Jung hofft, dass Bürgerinitiative, Stadt, der Parlamentarische Staatssekretär Christian Schmidt sowie Landtags- und Bundestagsabgeordnete aller Parteien gemeinsam in Berlin und München Erfolg haben. Die nächsten Monate sind entscheidend. Ein erstes positives Zwischenergebnis gibt es bereits zu vermelden: Die Planfeststellungsverfahren wurden auf Protest der Stadt Fürth hin verschoben, so dass jetzt ohne Zeitdruck eine gute Lösung erarbeitet werden kann.

Alle Informationen, Pläne und Aktivitäten gegen den S-Bahn-Verschwenk sind im rechten Bereich dieser Seite unter Links zu finden.

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